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Sonntag, 08 Dezember 2019 08:22

VL Männer: ESV Dresden - Radeberger SV 30:36 (13:19)

Ein Sieg, welcher selbst Einstein freuen wird.

Wer auf einschlägigen Social Media Plattformen unterwegs ist, wird ihn kennen. Einstein der Papagei, eine Koryphäe unter den Orakeln. Er sagt in regelmäßigen Abständen die richtigen Sieger der Verbandsliga voraus und ist somit in die Herzen der Bierstadthelden gewatschelt. Dieser tippte nämlich auf einen Auswärtssieg der Radeberger. Da sein Tipp richtig war, bekommt er im Rückspiel eine saftige Belohnung. Wir würden ihn gerne bei der nächste Handball EM wieder sehen, wenn er dort das Millionenpublikum begeistert. Da Orakel leider nicht befugt sind Punkte beim HVS zu vergeben musste auch noch gespielt werden.

Man traf sich am Samstag um 18:00 Uhr an der wohl schönsten Halle Sachsens. Das Thermometer zeigte ca. 7°C Außentemperatur an, was auch ungefähr die Temperatur im Inneren widerspiegeln sollte. In der jüngeren Vergangenheit musste man im „Lokschuppen“ schon einige schmerzhafte Niederlagen einstecken. Die baulichen Begebenheiten sind auch ein kleiner Punkt, warum der ESV als Heimmacht gilt. Mit einem Sieg könnten die Radeberger, je nach Ausgang des Spieles am Sonntag, sogar die Herbstmeisterschaft feiern. Auf der Seite der Gäste waren, bis auf den erkrankten Kempe, alle Spieler an Bord.

Von Trainer Gnädig eingeheizt und an die Vergangenheit erinnert, ging man motiviert in das letzte Ligaspiel des Kalenderjahres.

Das Spiel begann und bei den ersten Angriffen wirkten beide Mannschaften nervös. Trotzdem schafften es die Gäste sich mit 0:4 nach sechs Minuten abzusetzen. Danach kamen die ESVler jedoch besser ins Spiel und brachten ihren wurfgewaltigen Rückraum in Position. So konnte nach 11 Minuten der 4:5 Anschluss hergestellt werden. Daraufhin fanden die Radeberger besser zu ihrem Spiel, bauten den Vorsprung auf 6:10 aus und zwangen den Heimtrainer zu seiner Auszeit. Danach fehlte es im Radeberger Spiel an der nötigen Abstimmung und man leistete sich im Angriff zu viele Fehler. Man warf ganze sechs Minuten keinen eigenen Treffer und erst Schott beendete, beim Stand von 10:10, diese Torflaute. Der Lauf des Halbrechten sollte jedoch in der 25. Minute gestoppt werden, da zeigten ihm die beiden Unparteiischen eine rote Karte, welche jedoch sehr hart war. Davon angestachelt liefen die Radeberger die letzten vier Minuten heiß. Man zwang den Gegner zu leichten Fehlern und so fanden die Gäste in ihr schnelles Umkehrspiel. Man baute den Vorsprung bis auf 13:19 zur Halbzeit aus.

Dort wurde nochmal darauf eingegangen, dass man weiterhin geduldig, aber mit Druck die Angriffe ausspielen sollte.

Der ESV hatte sich jedoch auch einiges vorgenommen und so wechselte man in der zweiten Hälfte den Torhüter. Dieser brachte in den kommenden 30 Minuten die Radeberger zur Verzweiflung und entschied das Torhüterduell für die Heimmannschaft. Die sonst so starken Hüter der Radeberger, erwischten ausnahmsweise mal keinen Sahnetag. Gepusht von den Paraden ihres Hüters, drehten die Hausherren auf und verkürzten schnell auf 18:20. So sah sich Trainer Gnädig, schon nach 7 Minuten der zweiten Spielhälfte, gezwungen die grüne Karte zu legen. Er schien die richtigen Worte zu finden. Der auf Halb eingewechselte Richter drehte die letzten 23 Minuten auf und machte eine überragende zweite Hälfte. Die Radeberger Männer schafften es, den Gegner nie näher als zwei Tore herankommen zu lassen. Die gut besuchte Halle tobte. Trotz etlicher Fehlwürfe gelang es in der Abwehr den Ball zu erobern und vorne konnte man sich auf Richter verlassen. So stand es nach 50 Minuten 25:28. Eine Zweiminutenstrafe, plus einen verwandelten 7-Meter von Röseler war eine kleine Vorentscheidung. Man schaffte es in den letzten Minuten auf alle taktischen Kniffe des Gegners eine Lösung zu finden. Trotz einer Manndeckung erzielten die Radeberger die letzten drei Tore. So stand es nach intensiven und harten 60 Minuten 30:36. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, beim wohl schwersten Auswärtsspiel des Jahres.

Der erste Auswärtssieg im Lokschuppen, seit einer gefühlten Ewigkeit, bildet den perfekten Abschluss an eine gute Hinrunde. Der einzige Wehmutstropfen ist die ärgerliche Heimpleite gegen Radebeul. Am kommenden Samstag empfangen die Radeberger, zum wohl leichtesten Spiel des Jahres, den Tabellenführer der Sachsenliga aus Glauchau. Dann heißt es nämlich: 3 Runde Sachsenpokal.

Wir möchten uns bei den ca. 30 Fans bedanken, welche den Weg in die Halle gefunden haben. Jetzt stellt sich uns nur noch eine Frage. Was ist die Lieblingsbananensorte?

Für den RSV spielten: Rathmann, Wagner (beide Tor), Richter (7), Sieberth (2), Schulz (2), Röseler (3/2), Gerstenhauer (5/1), Masula (1), Klinkert (5), Fährmann (1), Stein (3), Hermann, Schott (7)

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