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Montag, 06 Februar 2023 09:16

LHV Hoyerswerda- Radeberger SV 35:28(17:12)

Mensch Michel,
schweißgebadet wacht der Schreiberling Montag früh auf und dachte immer nur an diesen Namen, außerdem fiel ihm ein, dass er den Spielbericht noch nicht geschrieben hatte. War nicht letztens schon mal ein Michel der entscheidende Part in einem Spiel gegen den RSV? Verfolgt der Name die Radeberger Männer in dieser Saison? Doch wie es zu diesen Alpträumen kam, muss noch erläutert werden. Fangen wir jedoch von vorne an.
Samstag, 15 Uhr fuhr ein bis auf den letzten Platz besetzter Reisebus, 55 Kilometer zum Ostachsenderby nach Hoyerswerda. Dort ansässig der LHV Hoyerswerda, welcher vor allem Zuhause eine Macht ist.
Auf der Radeberger Seite waren fast alle Spieler an Bord und die Halle war gut gefüllt. Die Radeberger waren gewillt, die minimale Chance auf einen Punktgewinn zu ergreifen. So begann man motiviert und schwungvoll und ging durch Guhrenz auch gleich in Führung. Diese wurde durch Michel gleich ausgeglichen. Doch von den Startschwierigkeiten, die die Radeberger oftmals die Saison hatten, war am Samstag wenig zu spüren. So konnte Röseler(verlorener Sohn und so) mit seinem zweiten 7-Meter nach 6 Minuten für die 2:3 Führung sorgen. Danach fingen sich jedoch die Gäste und kamen über druckvolle Kreuzungen über den Rückraum CanbeckBaugstatt und immer wieder Michel zum Torerfolg. So erzielten Sie 5 Tore in Folge und Trainer John bat seine Mannschaft zur Auszeit. Diese zeigte kurzzeitig Erfolg und man konnte von 9:4 auf 10:8 wieder sich herankämpfen. So zog man gut in die Lücken und holte auch einige Zeitstrafen für die Gastgeber raus. Danach schlichen sich wieder technische Fehler ein und Hüter Schacht hielt einige freie Bälle und so stand es schnell wieder 15:9. Mit dem Pausenpfiff war es wieder Röseler welcher den 17:12 Halbzeitstand herstellte.
In der Pause war man sich klar, dass man das Deckungszentrum kompakter gestalten muss, um hier noch was Zählbares mitzunehmen.
Man startete schwungvoll in den zweiten Spielabschnitt und wurde vor allem über den Rückraum wieder gefährlicher und konnte nach 35 Minuten auf 19:16 verkürzen. Doch die Hoffnung währte nur kurz und so konnten die Hausherren ihre individuelle Klasse ausspielen und zogen auf 24:17 davon. Auch eine Umstellung des Abwehrsystems brachte keine Besserung. So war es immer wieder Michel, welcher entweder selber zog, für seinen Nebenmann ablegte oder eine Zeitstrafe herausholte. Er kam auf 9 eigene Treffer bei keinem (behauptet der Schreiberling so) Fehlwurf. Die Radeberger versuchten sich nochmal gegen die drohende Niederlage zu stemmen, was zeitweise ganz gut klappte. Man ließ zu mindestens den Vorsprung nicht größer werden. Am Ende pfiffen die Schiedsrichter beim Stand von 35:28 ab. Man hatte den Favoriten einige Zeit geärgert und sich gut verkauft. Doch zufrieden war man trotzdem nicht.
Nun hat man 4 Wochen Pause bis es zum Abstiegskrimi gegen den HSV Dresden geht, welche aktuell den vorletzten Tabellenplatz belegen. Dass die Dresdner besser sind, als es der Tabellenplatz aussagt, ist jedem klar. Bis dahin sollte man auf alle Fälle die Wurfschwäche beseitigt haben. Die Saison geht auf das letzte Drittel zu und man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, dass die Bierstadthelden langsam weiter punkten müssen, um den Abstieg zu verhindern.
Ein Dank geht wieder an die Fans, welche uns super unterstützt haben. Außerdem hat Ludwig Masula nach einem Auslandssemester sein Comeback gegeben. Schön, dass du wieder da bist!

Für den RSV spielten: Wagner, Rathmann(beide Tor), Richter(3), Sieberth(1), Schulz(1), Röseler(8/8), Masula(2), Bellmann(1), Daferner(3), Guhrenz(2), Stein, Fährmann(2), Dorschner(2), Kempe(2)

RSV User