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Mittwoch, 14 Dezember 2022 22:55

Radeberger SV- HSG Freiberg II. 30:32(14:18)

Niederlage im Aufsteigerduell.
Tja, hinterher fragt man sich immer „woran hats gelegen?“ Dies ist wohl recht schnell dem Protokoll zu entnehmen. Man verwarf gegen Freiberg in der gesamten Partie 7 Strafwürfe und traf lediglich 3 Mal von der Linie.
Doch fangen wir von vorne an. Das Aufsteiger(Bierstadt)duell stand in den Startlöchern und beiden Teams war klar, dass man die Zähler für den Klassenerhalt brauchte.
Die Radeberger starteten dieses Mal mit einer vollen Bank in die Partie und konnten die Führung schnell durch Röseler ausgleichen. Trotzdem war zu Beginn gleich der Wurm drin und schnell lag man mit drei Toren im Rückstand. Die Gäste konnten sich zu Beginn auf ihren starken Rechtsaußen verlassen, welcher einen Sahnetag erwischte. Die Radeberger erspielten sich zwar zu Beginn klarste Torchancen, nutzten diese jedoch zu selten. Als die Gastgeber in der 15. Minute den ersten 7-Meter verwarfen, war dies noch kein Drama, so war es auch die Woche davor, nur dort traf man dann sicher, was am Samstag nicht der Fall war. Auch eine Auszeit von Coach John brachte keine Besserung. Nur dem eingewechselte Rathmann war es zwischenzeitlich zu verdanken, dass man nicht weiter hinten lag. Trotzdem bauten die Freiberger ihren Vorsprung kontinuierlich aus und so lag man zwischenzeitlich in der 27. Minute mit 11:17 hinten. Danach bäumte man sich nochmal auf, und erzielte mit dem Pausenpfiff das 14:18.
Vier Tore Rückstand? Das waren genau die 4 verworfenen 7-Meter bis zur Halbzeit.
Zweite Spielhälfte, jedoch genau das gleiche Bild. Die Gastgeber zogen gut in die Lücken, wurden gestoppt, erhielten einen 7 Meter und verwarfen diesen. Bis in der 40. Minute änderte sich an dem Rückstand nur wenig(19:24). Danach sah auch noch zu allem Übel Fährmann die Rote Karte, weil er beim Wurf den Torhüter am Kopf traf. Erst als ca. 10 Minuten später die Gäste auch eine Rote Karte erhielten, Diedrich einige Bälle hielt und mit Richter ein nervenstarker 7 Meter Schütze gefunden wurde, kam man auf 25:27 heran. So schaffte Dorschner mit dem 27:28 zum ersten Mal wieder den Anschluss. Kurz darauf hielt Wagner einen 7 Meter(Déjà-vu?), doch das Ende sollte dieses Mal leider nicht zum Gunsten der Radeberger ausgehen. In den letzten 5 Minuten erhielten die Gäste 3 Zeitrafen. Doch den Gastgebern versagten die Nerven, 2 technische Fehler im Angriff, ein Fehlwurf, in der Abwehr kassierte man in Überzahl einfach Gegentore und vielleicht gingen auch ein paar 50:50 Entscheidungen nicht zum Gunsten des Heimteams aus. 30 Sekunden vor Ende war es trotzdem Bellmann, der das 30:31 erzielte. Jedoch konnten sich die Gäste auf den überragenden Matschos verlassen, welcher das letzte seiner zehn Tore erzielte.
Hätte, hätte, Fahrradkette ... So muss man es sich selber zuschreiben, dass man mit nur 4 Pluspunkten in die Winterpause geht, bevor es Anfang Januar nach Aue geht. Doch am Wochenende steht nochmal ein Leckerbissen an. Samstag, 16 Uhr, im Landskron (das ist nun aber wirklich nicht das beste Bier) Sachsenpokal, reist man zum Tabellenführer der Verbandsliga Ost, zum HVO Cunewalde. Man kennt sich in- und auswendig, was dem Schreiberling vielleicht missfällt. So denkt dieser noch an schöne Partien im verschneiten Schneeberg oder ähnliches. Die Mannschaft hat gerade einen Run und ist sicherlich kein normaler Verbandsligist. So wird eine Partie auf Augenhöhe erwartet. Vielleicht beschenken sich die Radeberger hier nochmal, sonst ist dort im Achtelfinale Schicht im Schacht.

RSV User