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Montag, 25 November 2019 17:53

VL Männer: SSV Stahl Rietschen - Radeberger SV 24:37 (12:15)

Wer hat eigentlich schon mal in Rietschen gewonnen? Auf der Suche nach der Antwort auf diese Frage musste der Schreiberling enttäuscht feststellen, dass der passende Spielbericht im Netz leider nicht mehr aufzufinden ist. Ein Blick ins Archiv des HVS beweist aber eindeutig, dass die Männer vom RSV am 11.04.2015 in Rietschen mit 23:32 triumphierten. Es handelte sich um einen wichtigen Sieg auf dem Weg zur Ostsachsenmeisterschaft und dem Wideraufstieg in die Verbandsliga. Seit diesem Spiel konnte bei den Stahlmännern lediglich ein Unentschieden und eine Niederlage verbucht werden, ein Schicksal welches man, ob der Heimstärke des SSV, mit vielen anderen Mannschaften teilte.

Am vergangenen Samstag war man jedoch fest entschlossen einen Sieg einzufahren, den „Nicht-mehr-ganz-so-Neuen“ aus Schleife auch mal einen Erfolg in Rietschen zu verschaffen und somit an der Tabellenspitze dranzubleiben. Die Chancen dafür standen gut, da man bereits im Pokal sehr überzeugend gegen diesen Gegner ablieferte, wenn auch vor heimischem Publikum. Folgerichtig hatte man sich einen Bus heimisches Publikum mitgebracht um sich auch in Rietschen wie zu Hause zu fühlen – vielen Dank für eure Unterstützung!

Im Training wurde vor allem daran gearbeitet, die erwartete 5:1 Deckung der Hausherren auszuhebeln und die Kreuzungen im Rückraum gut zu übergeben. Das Pokalspiel wurde zum Videostudium herangezogen und die akribische Vorbereitung sollte sich auszahlen.

Die 6:0 Deckung stand von Anfang an gut und wehrte im Verbund mit Wagner im Tor die meisten Angriffe erfolgreich ab. Diese Situationen für schnelle Angriffe zu nutzen, ohne den Ball wieder zu verlieren, fiel den Bierstädtern jedoch zu Beginn des Spieles schwer, so dass man sich bis zum 9:9 nicht absetzen konnte. Die Schiedsrichter zeigten von Beginn an eine gute und klare Linie, wedelten gar nicht lange mit gelben Karten herum und trugen somit ihren Teil zu einer sportlich fairen Begegnung bei. Bis zur Halbzeit konnten die Gäste einen 12:15 Vorsprung herausarbeiten, anhand der Abwehr und Torwartleistung wäre da aber mehr drin gewesen.

In die zweite Halbzeit startete der RSV deutlich besser als die Heimmannschaft. Trotz Unterzahl konnte man Tor um Tor erzielen, vor allem über einen heiß gelaufenen Schott (Zwischenstand 14:21). Beim SSV machte sich auch mehr und mehr die kritische Personalsituation bemerkbar. Die Kondition schwand und eine richtige Aufholjagd konnte nicht mehr gestartet werden. Hinzu kam, dass die Männer aus Radeberg zahlreiche Wechselmöglichkeiten mitgebracht hatten und wahrnahmen, was dem Spielfluss keinen Abbruch tat. Im Gegenteil - jeder wollte sich beweisen, Torhüter Rathmann weigerte sich sogar überhaupt ein Gegentor hinzunehmen. Nach Abpfiff stand somit ein 24:37 auf der Anzeigetafel und rechtfertigte ausgiebiges Feiern mit den Fans und eine heitere Rückfahrt.

Für den RSV spielten: Wagner, Rathmann, Richter (4), Sieberth (3), Schulz (1), Gerstenhauer (2), Masula (3), Klinkert (6), Fährmann (4), Stein (2), Herrmann, Schott (12), Kempe

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