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Sonntag, 01 September 2019 19:44

HVS-Pokal Männer: Radeberger SV – SSV Stahl Rietschen 38:25 (18:14)

0:2 in Rückstand, kein Biss in der Abwehr, keine Unterstützung für Robin Oswald im Radeberger Tor. Rietschen wirkte vom Start weg frischer als der RSV, bestrafte passives Abwehrverhalten mit wuchtigen Würfen oder setzte den Kreisläufer ein, wenn die Verteidiger der Hausherren doch einmal rausrückten. Glücklicherweise machten die Gäste nur in der Offensive einen guten Job, somit kam auch der Radeberger Rückraum, bestehend aus Schulz, Fährmann und Schott zu reichlich Torerfolgen (5:5 nach 8 Minuten).

 Es entwickelte sich ein ausgeglichenes und torreiches Spiel, im Gleichschritt ging es bis zum 9:9. In der 17. Minute kam es zum Aufreger der ersten Halbzeit: Kurz nach seinem ersten Treffer in der Begegnung versucht Phillip Richter einen Schnellangriff der Gäste zu unterbinden und sieht dafür den blauen Karton. Als wären die Hausherren erst durch diese Situation wirklich aufgewacht, setzte man sich postwendend auf 12:9 ab. Nico Schott stibitzte in kürzester Zeit drei Pässe des Gegners und münzte sie gnadenlos in Torerfolge um. Chapeau!

 Mit 18:14 ging es schließlich in die Halbzeit. Positionsangriff und Spielzüge hatten bereits gut funktioniert, die Abwehrarbeit und das daraus resultierende Tempospiel wurden Stück für Stück besser und machten Lust auf den zweiten Abschnitt. Klar war aber auch, dass Rietschen keine Truppe ist, die wegen 4 Toren Rückstand die sprichwörtliche Flinte ins Korn wirft.

Das erwartete Aufbäumen blieb nicht aus: Ebenso wie in Halbzeit eins erzielten die Stahlmänner die ersten beiden Treffer und verkürzten auf 18:16. Von Nervosität auf Radeberger Seite fand sich trotzdem keine Spur. Man verteidigte jetzt offensiver und nahm dem gegnerischen Rückraum um Hänchen und Holobek den Raum zum Kreieren. Oswald im Radeberger Tor belohnte die gute Abwehrarbeit nun immer wieder mit Paraden und leitete Schnellangriffe ein, die über die Außenpositionen sicher abgeschlossen wurden.

Die Anzeigetafel sprach somit ein immer deutlicheres Bild. Konditionell war der RSV stärker und auch jeder eingewechselte Spieler wollte Vollgas geben. Eine rote Karte gegen Paul Sieberth brachte keinen Bruch ins Spiel der Gastgeber, so dass man über die Stationen 28:21 und 34:24 den Endstand von 38:25 erreichte.

Fazit: Vom Start weg hätte man noch etwas wacher sein dürfen, doch ansonsten hat schon viel gestimmt. Von fehlenden Spielern, bunten Karten und schwächeren Phasen ließ man sich nie wirklich aus dem Tritt bringen. Diese Konstanz heißt es jetzt zu konservieren und in die Verbandsligaspielzeit mitzunehmen.

Bericht: F. Klinkert

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