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Montag, 14 November 2022 10:19

SL Männer: SG LVB Leipzig - Radeberger SV 40:25

Nur 30 Minuten im Soll

Am gestrigen Sonntag kam es zum Kellerduell der Sachsenliga. Man reiste aufgrund einiger Ausfälle nur mit acht Feldspielern nach Leipzig. Angekommen in der Sportoberschule, fand man nur einen Hallenwart vor. Doch dies änderte sich bis zum Spielbeginn und es fanden sich auch wieder 20 Radeberger Fans in der Halle ein, welche das Spiel zu mindestens akustisch in ein Heimspiel verwandelten.

Die Männer wurden von Coach John eingestimmt und man war sich einig, dass man aus der Not eine Tugend machen wolle.

Das Spiel begann und die Gäste waren sofort wach. In der Abwehr wurde gut gearbeitet und über die zweite Welle konnte man sich durch Stein und Bellmann gleich eine 2-Tore-Führung erspielen. Doch schon zu Beginn der Partie zeichnete sich ab, wo man an diesem Tag anfällig war. Oftmals fanden die Gäste ihre Lösung am Kreis. Doch die Radeberger zeigten sich unbeeindruckt und spielten ihren Stiefel im Angriff runter. Man ging in die Lücken und der zu Beginn starke Schulz setzte seine Mitspieler gut ein. So lag man nach 19 gespielten Minuten sogar mit 10:12 in Front. Der Heimtrainer reagierte und brachte mit Sascha Meiner einen Spieler, den die Bierstädter die komplette Partie nicht in den Griff bekamen. Aufgrund einer Unterzahlsituation und einigen technischen Fehlern konnten die Gastgeber das Spiel drehen. Vorne wurde nicht mehr so konsequent in die Lücken gegangen und so man konnte sich bei Hüter Rathmann bedanken, dass man nur mit 3 Minus in die Halbzeit ging.

Dort sammelte man die Kräfte und war sich einer guten Halbzeit bewusst. Man wollte die Partie möglichst lang offen halten und vielleicht könnte man ja die Punkte mitnehmen.

Die zweite Halbzeit startete und Sascha Meiner erzielte das 19:15, was jedoch Bellmann gleich mit einem Tor beantwortete. Dann setzten die Schiedsrichter dem Spiel kurzzeitig ihren Stempel auf. So erhielt Kempe eine Zeitstrafe, auf der anderen Seite gab es keine. Was Schulz zu einem kurzen Ruf veranlasste und somit 2 Minuten erhielt. Als im kommenden Angriff der Radeberger Trainer John kurz die Hände über den Kopf zusammen schlug, erhielt dieser auch noch eine Zeitstrafe und man versah sich kurzzeitig zu dritt auf dem Feld. Die Überzahl nutzten die Gastgeber und gingen mit sieben Toren in front(23:16). Dass es mit 8 angereisten Feldspielern natürlich nicht leichter wurde dadurch, war auch jedem Spieler bewusst. Jedoch gaben sie noch nicht auf und man kämpfte sich nochmal auf 24:19 heran. Dass man nicht näher herankam, zu dem Zeitpunkt, lag am überragenden Deuring im Tor. Dieser hielt gleich drei Siebenmeter und etliche freie Bälle über die komplette zweite Hälfte hinweg. In der letzten Viertelstunde ließen die Kräfte dann nach und man ergab sich seinem Schicksal. Man warf hart erkämpfte Bälle gleich wieder zum Gegner. Im Angriff wurde nach einigen Sekunden abgeschlossen, ließ sich den Ball aus der Hand prellen und die Leipziger nahmen die Geschenke gerne an und liefen einen Konter nach dem anderen. Die Krönung war, dass man eine eigene Überzahl mit 0:3 abschloss. 30 Sekunden vor Schluss erhielt die Leipziger noch eine Rote Karte aufgrund einer Verhinderung einer klaren Wurfsituation. Die Radeberger erzielten noch ein Tor und kassierten mit dem Abpfiff noch das 40. Gegentor. Puuh, das musste man erst mal sacken lassen. Entschuldigen muss man sich bei den Fans, welche sich diese Partie mit ansehen mussten. Außerdem ließ man die Torhüter sträflich alleine. Leider fand in der zweiten Halbzeit kaum ein Feldspieler mehr zu Normalform. Diese zweite Halbzeit versaut ein wenig den guten Eindruck der ersten Hälfte, welche wirklich gut gespielt wurde. Lange Zeit zum Trauern hat man jedoch nicht, schon am kommenden Samstag ist der KJS zu Gast, wo man sich wieder besser präsentieren möchte.

Für den RSV spielten: Wagner, Rathmann(beide Tor), Richter(1), Sieberth(1), Schulz(4), Röseler(3/3), Bellmann(5), Stein(5), Herrmann(4), Kempe(2)

RSV User