Nach Leistungssteigerung dann irgendwie doch zufrieden

Nach Leistungssteigerung dann irgendwie doch zufrieden
Run into the new year,
lebt denn der alte Schreiberling noch, Schreiberling noch, Schreiberling noch? Jaaaa er schreibt noch, er schreibt noch, er schreibt noch. Jaaa, er schreibt noch, schreibt noch, resigniert nicht. Doch was passiert hier? Es ist Anfang Januar und eigentlich müsste im schönen (abgesehen von den Farben des heimischen Fußballteams) Erzgebirge Schnee liegen, die Pisten voll sein und überall es nach Glühwein und verbrannter Bratwurst riechen. Doch schaut man mal auf das Thermometer, so werden Sonntag 6 Grad angezeigt und von Schnee mag man gar nicht träumen. Was könnte man also noch so machen? Im Veranstaltungskalender der Stadt findet man jetzt nicht so viel … obwohl, in Limbach-Oberfrohna in der Stadthalle wird 10:30 Uhr „Pittiplatsch-So ein Zirkus aufgeführt“ Ein Muss für Fans des Klassikers. Nur ist dies auch 12 Uhr vorbei und der Sonntag ist noch jung… Da würde sich noch ein Besuch in der Therme in Eibenstock anbieten (sehr zu empfehlen). Herrliches Ambiente kann ich sagen. Na ja gut, aber alle wird dies auch nicht abholen, deswegen kann ich euch einen kleinen Geheimtipp geben. 16:30 Uhr steigt das Sachsenligaspiel zwischen der 2. Vertretung vom EHV Aue und den Gästen aus Radeberg. Es wird sogar ein wenig 3. Ligafeeling (hoffentlich bald wieder 2.) aufkommen. So wird das Spiel in der Erzgebirgshalle Lößnitz ausgetragen, wo normalerweise die erste Mannschaft der Erzgebirgler spielt. Ob auch ein paar Akteure der 1. Männermannschaft „aushelfen“ werden, ist noch zu abzuwarten. Die Voraussetzungen stehen jedenfalls gut, oder schlecht, je nachdem auf welcher Seite man steht. Die 3. Liga spielt nämlich erst nächste Woche wieder. Die Auer sind vor der Saison aus der Mitteldeutschen Oberliga abgestiegen und stehen aktuell mit 16:4 Punkten auf dem 2. Tabellenplatz. Zum Saisonstart hatten sie noch einige Probleme sich in der Liga zu akklimatisieren, jedoch gewannen sie die letzten sieben Ligaspiele. Diese mit teilweise recht unterschiedlichen Ergebnissen. So konnte man in Freiberg mit 23:46 gewinnen, andere Partien entschieden sie knapp für sich. Die Mannschaft ist eine junge, gut ausgebildete Mannschaft, welche von allen Positionen gefährlich werden kann. Aktuell stellen sie nach dem Ligaprimus Einheit Plauen den zweitbesten Angriff der Liga.
Die Radeberger stellen im Schnitt den harmlosesten Angriff der Liga und stehen aktuell mit 4:16 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Zu den positiven Nachrichten, dass Daferner nun voll einsatzfähig ist, muss man leider den langfristigen Ausfall von Hermann verkraften. Die Mannschaft bereitete sich die Woche intensiv auf den kommenden Gegner vor. Man fährt nach Aue, um die Heimmannschaft möglichst lange zu ärgern und vielleicht gelingt ja die Überraschung, auch wenn die Chancen gering stehen. Die kommenden Partien werden richtungsweisend, so hat man Auswärts die großen Brocken der Liga, wogegen man Zuhause Partien bestreitet, welche man positiv gestalten möchte.
Apropos Richtung. In die andere Richtung geht es am 4.2. nach Hoyerswerda. Nach Hoy wird es die erste Busfahrt der Saison geben. Bei Interesse meldet euch bei den euch bekannten Personen rund um die 1. Männermannschaft. Genaue Zeiten werden noch durchgegeben, voraussichtlich wird die Abfahrt ca. 15 Uhr in Radeberg sein.
Niederlage im Aufsteigerduell.
Tja, hinterher fragt man sich immer „woran hats gelegen?“ Dies ist wohl recht schnell dem Protokoll zu entnehmen. Man verwarf gegen Freiberg in der gesamten Partie 7 Strafwürfe und traf lediglich 3 Mal von der Linie.
Doch fangen wir von vorne an. Das Aufsteiger(Bierstadt)duell stand in den Startlöchern und beiden Teams war klar, dass man die Zähler für den Klassenerhalt brauchte.
Die Radeberger starteten dieses Mal mit einer vollen Bank in die Partie und konnten die Führung schnell durch Röseler ausgleichen. Trotzdem war zu Beginn gleich der Wurm drin und schnell lag man mit drei Toren im Rückstand. Die Gäste konnten sich zu Beginn auf ihren starken Rechtsaußen verlassen, welcher einen Sahnetag erwischte. Die Radeberger erspielten sich zwar zu Beginn klarste Torchancen, nutzten diese jedoch zu selten. Als die Gastgeber in der 15. Minute den ersten 7-Meter verwarfen, war dies noch kein Drama, so war es auch die Woche davor, nur dort traf man dann sicher, was am Samstag nicht der Fall war. Auch eine Auszeit von Coach John brachte keine Besserung. Nur dem eingewechselte Rathmann war es zwischenzeitlich zu verdanken, dass man nicht weiter hinten lag. Trotzdem bauten die Freiberger ihren Vorsprung kontinuierlich aus und so lag man zwischenzeitlich in der 27. Minute mit 11:17 hinten. Danach bäumte man sich nochmal auf, und erzielte mit dem Pausenpfiff das 14:18.
Vier Tore Rückstand? Das waren genau die 4 verworfenen 7-Meter bis zur Halbzeit.
Zweite Spielhälfte, jedoch genau das gleiche Bild. Die Gastgeber zogen gut in die Lücken, wurden gestoppt, erhielten einen 7 Meter und verwarfen diesen. Bis in der 40. Minute änderte sich an dem Rückstand nur wenig(19:24). Danach sah auch noch zu allem Übel Fährmann die Rote Karte, weil er beim Wurf den Torhüter am Kopf traf. Erst als ca. 10 Minuten später die Gäste auch eine Rote Karte erhielten, Diedrich einige Bälle hielt und mit Richter ein nervenstarker 7 Meter Schütze gefunden wurde, kam man auf 25:27 heran. So schaffte Dorschner mit dem 27:28 zum ersten Mal wieder den Anschluss. Kurz darauf hielt Wagner einen 7 Meter(Déjà-vu?), doch das Ende sollte dieses Mal leider nicht zum Gunsten der Radeberger ausgehen. In den letzten 5 Minuten erhielten die Gäste 3 Zeitrafen. Doch den Gastgebern versagten die Nerven, 2 technische Fehler im Angriff, ein Fehlwurf, in der Abwehr kassierte man in Überzahl einfach Gegentore und vielleicht gingen auch ein paar 50:50 Entscheidungen nicht zum Gunsten des Heimteams aus. 30 Sekunden vor Ende war es trotzdem Bellmann, der das 30:31 erzielte. Jedoch konnten sich die Gäste auf den überragenden Matschos verlassen, welcher das letzte seiner zehn Tore erzielte.
Hätte, hätte, Fahrradkette ... So muss man es sich selber zuschreiben, dass man mit nur 4 Pluspunkten in die Winterpause geht, bevor es Anfang Januar nach Aue geht. Doch am Wochenende steht nochmal ein Leckerbissen an. Samstag, 16 Uhr, im Landskron (das ist nun aber wirklich nicht das beste Bier) Sachsenpokal, reist man zum Tabellenführer der Verbandsliga Ost, zum HVO Cunewalde. Man kennt sich in- und auswendig, was dem Schreiberling vielleicht missfällt. So denkt dieser noch an schöne Partien im verschneiten Schneeberg oder ähnliches. Die Mannschaft hat gerade einen Run und ist sicherlich kein normaler Verbandsligist. So wird eine Partie auf Augenhöhe erwartet. Vielleicht beschenken sich die Radeberger hier nochmal, sonst ist dort im Achtelfinale Schicht im Schacht.
Der letzte Tanz,
am Samstag findet das letzte Heimspiel des Kalenderjahres statt und es gibt ein Bierstadtduell. Für unsere Freunde des ESV's würde der Gewinner sofort feststehen?! Doch zum Glück geht es hier nicht um Geschmäcker, sondern um einen handballerischen Vergleich. Und dort wollen die Männer um Kapitän Fährmann die ersten zwei Pluspunkte der Saison in der heimischen Halle einfahren.
Zu Gast wird die 2. Vertretung der HSG Freiberg da sein. Aktuell befindet sich der Aufsteiger aus der Verbandsliga West aufgrund der besseren Tordifferenz einen Platz vor dem RSV und somit (voraussichtlich) auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Man konnte genauso wie die Radeberger bei Germania Zwenkau gewinnen. Die Erzgebirgler können mit Matschos auf einige höherklassige Erfahrung zurückgreifen. Außerdem werden regelmäßig einige Akteure der Mitteldeutschen Oberliga eingesetzt. Da die erste Männermannschaft jedoch fast zeitgleich ein Heimspiel austrägt, welche auch jeden Punkt benötigt, ist diese Variante sehr unwahrscheinlich. Die Gäste zeichnet das schnelle Spiel, sowie variable Deckungsvarianten aus. Zuletzt setzte es eine hohe Niederlage beim EHV Aue, welche die Radeberger noch im Januar vor der Brust haben.
Die Männer um Trainer John feierten letzte Woche einen befreienden Sieg gegen Zwenkau und wollen den Dezember mit den ersten Heimpunkten „veredeln“. Unter der Woche feilte man an seinen Schwächen und bereitete sich auf die anstehende Partie vor. Leider ist aufgrund der umgehenden Grippe fraglich, ob alle Spieler am Wochenende auf der Platte stehen werden. Durch einen Heimsieg würde man weiter den Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld halten. Dann würde das beste Bier der Welt danach wohl noch ein bisschen besser schmecken ;)
Advent, Advent ein Lichtlein brennt,
doch was die Radeberger Männer am gestiegen Tag abbrannten, war ein richtiges Feuerwerk. Aber lasst uns von vorne beginnen.
Es ging es für die Männer um Kapitän Fährmann nach Zwenkau. Die Tabellensituation versprach ein spannendes Spiel. Beide Mannschaften benötigten unbedingt die Punkte, um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze nicht zu verlieren. Angekommen in der Stadthalle Zwenkau gab es noch für jeden einen Kaffee (großes Lob an die Klause in der Halle) und dann ging es auch schon in die Kabine. Personell konnte Coach John fast aus dem Vollen schöpfen. Die Halle war gut gefüllt und die Radeberger starteten energisch in die Partie. Dass es Dorschner war, welcher erst nach knapp 6 Minuten das erste Tor der Partie erzielte, lag daran, dass zu dem Zeitpunkt Radeberg schon zwei Mal vom 7-Meter Strich scheiterte. Auf der anderen Seite war es Wagner, welcher in den Anfangsminuten stark aufspielte. Die Radeberger zeigten eine aufopferungsvolle Abwehrarbeit, welche die Gastgeber ein ums andere Mal vor Probleme stellte. Zwar erzielte Sportfreund Stephan das zwischenzeitliche 3:3 in der 11. Minute, danach blieben die Zwenkauer jedoch sechs Minuten ohne eigenen Treffer. Die Radeberger spielten sich in einen kleinen Rausch und führten 3:8. Vorne fand man immer wieder die Lücken, welche mindestens zu einem Strafwurf führten, oder man spielte die Angriffe lange aus und kamen am Schluss aus dem Zeitspiel über Dorschner zum Torerfolg. Zwischenzeitlich war der Vorsprung bis auf sechs Tore angewachsen(5:11). Dies lag vor allem daran, dass die Bierstädter kaum einen technischen Fehler produzierten.
Nach einem Torhüterwechsel kamen die Gastgeber nun auch besser in die Partie und verkürzten vor allem über die starken Außen auf 9:12. Dies war auch der Halbzeitstand. Angesichts der guten ersten Halbzeit gab es nicht viel zu kritisieren für den Trainer und man startete motiviert in die 2. Hälfte.
Diese begann jedoch denkbar unglücklich für die Gäste. Dorschner kassierte eine berechtigte Zeitstrafe und Zwenkau verkürzte. Die Unterzahlsituation überstanden die Radeberger jedoch gut und stellten in der 35. Minute durch Schulz wieder den drei Tore Vorsprung her. Danach leistete man sich einige technische Fehler im Angriff, welche sofort bestraft wurden. So brachte auch eine Auszeit durch John keine Besserung und Zwenkau glich in der 39. Spielminute aus. Bei den Gastgebern lenkte vor allem Schubert auf der Mittelposition das Spiel überragend und fand oft die passende Lösung. In der 44. Minute brachte Stephan die Gastgeber mit dem 17:16 das erste Mal seit dem 2:1 wieder in Führung. Die Radeberger drohten die Partie aus der Hand zu geben, jedoch fielen sie nicht auseinander, sondern kämpften sich in die Partie zurück. Lobend sei hier vor allem der starke Mittelblock Kempe/Fährmann zu erwähnen, welche defensiv einen starken Job machten. Beim Stand von 20:19 erhielten die Gastgeber zwei Zeitstrafen, was die Radeberger ihrerseits doppelt über den Außen Stein gut ausspielten. In der 52. Minute erhielt dieser dann jedoch eine Zeitstrafe, welche Radeberg wieder schadlos überstand. Beiden Mannschaften merkte man die Anspannung an und es entstanden nur noch selten klare Wurfgelegenheiten. Eine entscheidende Szene war sicherlich die Doppelparade von Wagner, welcher erst den 7-Meter hielt und den Nachwurf gleich mit. 90 Sekunden vor Ultimo war es wieder Stein, welcher das 22:23 erzielte. Danach unterlief den Gastgebern ein technischer Fehler und so hatten die Radeberger 50 Sekunden bei eigenem Ballbesitz noch zu überstehen. In der genommenen Auszeit wurde nochmal das Vorgehen besprochen. Parteiball, wie man es gefühlt jede Woche im Training spielt. Dies klappte sagen wir, eher semioptimal und Zwenkau kam 20 Sekunden vor Ende nochmal in Ballbesitz. Diese schafften es jedoch nicht mehr den Ball gefährlich auf das Tor zu bringen und auch der direkte Freiwurf blieb im Block hängen.
Danach kannte die Freude bei den Bierstadthelden keine Grenzen mehr und man konnte endlich die rote Laterne abgeben. Nächste Woche hat man dann die Zweite Vertretung aus Freiberg zu Gast, was auch wieder ein 4 Punktespiel sein wird.
Vielen Dank an die Fans, welche uns wieder lautstark unterstützt haben. Endlich gabs mal was zu feiern!
Der Schreiberling weiß, dass Schiedsrichterbewertungen immer recht subjektiv sind, aber auch hier mal lobende Worte an die beiden Unparteiischen aus Thüringen.
Für den RSV spielten: Rathmann, Wagner (beide Tor), Richter(n.e.), Sieberth(1), Schulz(7/5), Röseler, Bellmann(2), Fährmann(1), Stein(5), Herrmann, Kempe, Dorschner(7)