Berichte https://www.radebergersv-handball.de Sun, 05 Jul 2026 13:21:33 +0200 Joomla! - Open Source Content Management de-de OLS-M: Radeberger SV - BSV Limbach-Oberfrohna 28:28 https://www.radebergersv-handball.de/berichte/item/377-ols-m-radeberger-sv-bsv-limbach-oberfrohna-28-28.html https://www.radebergersv-handball.de/berichte/item/377-ols-m-radeberger-sv-bsv-limbach-oberfrohna-28-28.html OLS-M: Radeberger SV - BSV Limbach-Oberfrohna 28:28

Am Samstagabend stand für die Radeberger Handballer das erste Saisonspiel in der (seit dieser Saison neu benannten) Oberliga Sachsen an. Gleich am ersten Spieltag kam es zum Aufsteigerduell gegen den amtierenden Meister der Verbandsliga West vom BSV Limbach-Oberfrohna. Die Gäste aus dem Chemnitzer Umland, die sich nach drei Aufstiegen in Folge in der Sommerpause mit hochkarätigen Neuzugängen verstärkt hatten, reisten mit voller Mannstärke nach Radeberg. Auch Heimtrainer Dennis Käppler konnte auf den kompletten Kader zurückgreifen, der im Vergleich zum letzten Jahr um die Neuzugänge Karl Bundtke und Karl Jung ergänzt wurde.

 

Das Spiel begann und von der ersten Minute an war jedem einzelnen auf Radeberger Seite anzumerken, dass man sich für die monatelange Schufterei belohnen wollte, hatte man doch noch die deutliche Auftaktniederlage im letzten Sachsenliga-Jahr vor zwei Jahren in Görlitz in Erinnerung. Die Abwehr um Jasper Mandalka und Franz Bellmann im Mittelblock zeigte sich hellwach und aggressiv, letzterer markierte nach einem schnellen Durchbruch das erste Tor der neuen Saison (was er sicherlich gerne mit einer Kiste vergelten wird). In der Folge setzte Spielmacher Florian Höhne im Angriff immer wieder die Rückraumschützen Franz Bellmann und Markus Dorschner in Szene, der bei seinem ersten Auftritt nach fast einjähriger Verletzungspause spielte, als wäre er nie weggewesen.

Auch die Gäste fanden schnell ins Spiel und waren vor allem über den Rückraum erfolgreich. Auf der anderen Seite spielte man die Angriffe geduldig zu Ende und konnte sich auch dank der treffsicheren Außen Tobias Haufe und Philipp Richter auf 10:7 absetzen (20.). Die Gäste hielten mit all ihrer Erfahrung dagegen und so wurden beim Stand von 14:12 für die Heimmannschaft die Seiten gewechselt.

In der zweiten Hälfte knüpfte man zunächst an die starke erste Halbzeit an, aber auch der Limbacher Torhüter Danino Schön kam nun ins Spiel und konnte einige Radeberger Würfe entschärfen. Der 3-Tore-Vorsprung hielt bis in die 40. Minute (18:15), doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln. So entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bis sich beim Stand von 21:19 (46.) Adam Habarta leider so schwer verletzte, dass er nicht weiterspielen konnte. Wir wünschen gute und schnelle Besserung!

Trotz eines stark haltenden Jakob Wagner im RSV-Tor, der einen Wurf sogar fangen konnte, zeigten die Gäste nun ihre spielerische Klasse und kamen Tor um Tor heran. Der RSV nahm die teils harte Spielweise der Gegner in Abwehr wie in Angriff voll an und war teils nur unfair zu stoppen. Die fälligen Strafwürfe verwandelte der treffsichere Karl Jung ein ums andere Mal. In der 49. Minute setzte sich Chris Guhrenz im 1 gegen 1 durch und netzte zum 24:23 ein. Es sollte die letzte Radeberger Führung in diesem Spiel bleiben.

Die Limbacher profitierten von einigen unglücklichen Wurfentscheidungen der Heimseite und kamen durch Alexander Matschos schließlich zum 26:28 (57.). RSV-Coach Käppler setzte nun alles auf eine Karte und brachte nach Auszeit den 7. Feldspieler. Mit Erfolg: Die in Überzahl erspielte Chance nutzte Philipp Daferner zum Anschlusstreffer und auf der anderen Seite parierte Jakob Wagner die freien Würfe der Gegner, sodass sich im darauffolgenden Angriff die Chance zum Ausgleich bot. Trotz Unterzahl aufgrund einer unglücklichen Zeitstrafe bewahrten die Radeberger einen kühlen Kopf und fanden wiederum den freien Mann, der von der BSV-Abwehr nur noch mit unfairen Mitteln gestoppt werden konnte. Den folgenden Siebenmeter verwandelte Karl Jung nach Doppelpass mit dem gegnerischen Torhüter zum 28:28-Ausgleich. In den verbleibenden 46 Sekunden ließ das Radeberger Abwehrbollwerk keine klare Torchance mehr zu, sodass Jakob Wagner den letzten Rückraumwurf mit der Schlusssirene lässig zur Seite parieren konnte.

 

Nach dieser packenden Schlussphase überwog trotz zwischenzeitlicher 4-Tore-Führung die Freude über den ersten Punktgewinn im ersten Spiel. Auf der konzentrierten Leistung mit einer geringen Fehlerquote, vor allem aber auf der mannschaftlichen Geschlossenheit lässt sich aufbauen.

Erwähnenswert ist auch die souveräne Spielleitung des Schiedsrichtergespanns, das in dieser teilweise hitzig geführten Partie die Übersicht behielt.

 

Schon am nächsten Samstag wollen die Radeberger Handballer im ersten Auswärtsspiel gegen den HSV Weinböhla, der mit einem Sieg beim LHV Hoyerswerda in die Saison gestartet ist, an diese Leistung anknüpfen. Anpfiff ist um 19:00 in der BSZ-Sporthalle in Meißen.

 

Für den RSV im Einsatz: Richter (3), Höhne (1), Mandalka, Rudolph, F. Bellmann (5), Daferner (4), Fährmann, Guhrenz (1), Herkenrath, Kempe, Dorschner (5), Jung (6/4), Rathmann, Bundtke, Haufe (3), Wagner

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info@radebergersv-handball.de (Philipp Daferner) 1. Männer Sun, 25 Aug 2024 18:33:15 +0200
Sommerinterview mit Trainer der 1. Männermannschaft https://www.radebergersv-handball.de/berichte/item/374-sommerinterview-mit-trainer-der-1-m%C3%A4nnermannschaft.html https://www.radebergersv-handball.de/berichte/item/374-sommerinterview-mit-trainer-der-1-m%C3%A4nnermannschaft.html Sommerinterview mit Trainer der 1. Männermannschaft

 

 

1.: Dennis Käppler, du bist erst in der zweiten Saisonhälfte unser Coach geworden. Wie bist du mit dieser besonderen Herausforderung umgegangen?

Als ich gefragt wurde, ob ich den Trainerposten übernehmen will, war es natürlich ein großer Reiz, das auch direkt anzugehen. Doch ist die Rolle des Trainers in der ersten Männermannschaft, so wie ich sie leben will, ein so großes Commitment und ein so großes Zeitinvestment, dass es auch auf Kosten der Familie geht und damit ist es nicht mehr meine eigene Entscheidung, sondern eine Familienentscheidung. Ich bin meiner Frau sehr dankbar, dass sie am Ende einverstanden war und mich in meiner neuen Rolle unterstützt. Sobald das geklärt war, konnte ich mich ganz reinstürzen.

 

2.: Was hat dich dazu gebracht, die Mannschaft zu übernehmen und was zeichnet sie aus?

Für mich ist die Erste Männer das Aushängeschild unseres Vereins und da ich schon mein gesamtes Handballerleben als Aktiver und als Trainer in diesem Verein verbracht habe, ist es irgendwo natürlich auch immer der Traum gewesen, die Erste Männer zu trainieren. Insofern war da gar nicht so viel Überzeugungsarbeit nötig.

Das, was diese Mannschaft auszeichnet, ist schon seit jeher die sehr breite Leistungsdichte und der große Zusammenhalt. Wir kommen nicht über den einzelnen Shooter, sondern über die mannschaftliche Geschlossenheit und den Teamgeist.

 

3.: Wer war dein persönlicher MVP der vergangenen Saison?

Sehr miese Frage, wo ich doch gerade gesagt habe, dass wir in Radeberg keinen klassischen MVP haben. Heißt im Umkehrschluss aber auch, dass es in jedem Spiel einen anderen MVP geben kann. Wen ich gerne herausheben möchte, ist Franz Bellmann, der die großen Fußstapfen, die Markus Dorschner durch seine Verletzung hinterlassen hat, beeindruckend schnell beeindruckend gut ausgefüllt hat, vorne wie hinten. Er ist innerhalb weniger Monate zum Leistungsträger geworden, was besonders bemerkenswert ist, wenn man bedenkt, dass der Junge Baujahr 2002 ist. Abgesehen davon sind wir auf der Torhüterposition sehr gut besetzt. Wer derzeit allerdings die steilste Aufwärtskurve hat, ist ganz klar Jasper Mandalka, der seine neue Position am Kreis und im Innenblock sehr souverän löst.

 

4.: Wie ist deine Einschätzung von der Vorbereitung bisher? Welcher Spieler hat dich bis jetzt am positivsten überrascht?

Die Vorbereitung läuft gut, aber es ist in der Natur der Sache, dass kein Trainer jemals vollständig zufrieden mit der Vorbereitung ist. Die größte Überraschung der Vorbereitung ist derzeit Jannis Herkenrath. Bei ihm merkt man, dass er unbedingt in die Erste will, er keult bis zur letzten Minute, ist bei jedem Training dabei, der Kerl macht echt Spaß.

 

5.: Das Trainingslager steht bald an, kannst du uns eine Vorschau auf ein Highlight/ eine Gemeinheit/ eine richtig coole Sache geben, die du dir dafür ausgedacht hast?

Das Trainingslager findet eine Woche vor Saisonbeginn statt, weswegen ich schon mal ankündigen kann, dass es keine athletischen Gemeinheiten geben wird. Ein Highlight, worauf sich die Jungs aber freuen können, wird eine Trainingseinheit am Badesee sein, da wird der Spaß im Vordergrund stehen.

 

6.: Hast du ein Spieltagsritual?

Nun, was ich im Allgemeinen mache, ist, dass ich schon in der Vorwoche die neu zugänglichen Videoschnitte der letzten Spiele des Gegners analysiere und mir die gesamte Woche über Notizen mache. Das Ritual am Spieltag ist dann, dass ich am Tag selbst alles, was ich zusammengefasst habe, nochmal niederschreibe. Auf den Zettel kommen dann auch all die Gedanken, die ich mir gemacht habe. Und das ist immer derselbe Block, mit immer demselben Stift.

 

7.: Im Blick auf die kommende Saison: Was hebt dich von den Trainern der anderen Teams der Oberliga Sachsen ab?

Das ist ja mal eine richtig gemeine Frage. Also ich bin 29, ich da zu mir selbst ehrlich genug, um zuzugeben, dass ich weder der erfahrenste noch der innovativste Trainer der Sachsenliga bin. Aber ich bin mit vollem Einsatz dabei und denke, dass meine große Stärke ist, dass ich als Trainer besonders nahbar bin, was mir einen sehr engen Kontakt zum Team ermöglicht. Ich denke, dass ich ein tatsächlicher Teil des Teams bin.

 

8.: Das stimmt absolut. Letzte Frage: Wieso bist du überzeugt, dass wir die Klasse halten werden? Wenn ich mir mal die kleine Suggestivfrage erlauben darf.

Darfst du! Wir haben definitiv eine realistische Chance, die Klasse zu halten. Wenn wir es schaffen uns auf unsere Stärken zu besinnen und noch näher zusammenzurücken, auch mal längere Durststrecken überstehen, dann gehen wir zwar in die meisten Spiele als Underdog. Ich sehe uns dann aber im Rennen um den Klassenerhalt als solches nicht als Underdog.

 

Vielen Dank fürs Interview, Dennis!

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info@radebergersv-handball.de (David-Bastian Stein) 1. Männer Wed, 31 Jul 2024 09:39:38 +0200
Saisonfazit+Ausblick 1. Männermannschaft https://www.radebergersv-handball.de/berichte/item/373-saisonfazit-ausblick-1-m%C3%A4nnermannschaft.html https://www.radebergersv-handball.de/berichte/item/373-saisonfazit-ausblick-1-m%C3%A4nnermannschaft.html Saisonfazit+Ausblick 1. Männermannschaft

Sooooo,
nun ist es einen Monat her, dass die erste Männermannschaft den Aufstieg in die Sachsenliga (ab nächster Saison Oberliga genannt) perfekt gemacht hat. Aufgrund der vielen Anfragen, ob man den Sommer nicht mit ein paar schönen Berichten überbrücken könne (hier schon mal Danke vom Schreiberling), wollen wir mal ein Resümee fassen, eigenmächtig ein paar Awards verleihen, einen kleinen Ausblick geben, was sich über den Sommer verändert und in die Glaskugel schauen, wie man in der Oberliga die Klasse halten wird. Es war eine Saison mit einigen Highlights, jedoch auch einigen kritischen Geschehnissen.
Da die fundierte Meinung des Schreiberlings zwar teilweise auf Fakten basiert, jedoch viel subjektives Empfinden enthält, kann man natürlich über die Geschehnisse anderer Meinung sein. Leider kann man die Spielprotokolle beim HVS nicht mehr einsehen.


Doch beginnen wir mal von vorne. Die erste Saison in der Sachsenliga für den Radeberger Männerhandball war am Schluss nicht von Erfolg gekrönt und man war wieder zurück in den „vertrauten“ Gefilden der Verbandsliga Ost. Aus dieser verabschiedete sich der absolute Favorit Cunewalde nach nur einem Jahr wieder und so war man selbst wieder Favorit. Man war sich schnell einig, dass man schon gerne wieder aufsteigen wollen würde. Der Kader war im Grunde zusammengeblieben und von außen kam nur der in Radeberg bestens bekannte Tobi Haufe aus Freiberg sowie Florian Höhne aus Hoyerswerda. Aus der 2. Männermannschaft, welche in die Bezirksliga abgestiegen ist, kamen Franz Bellmann, Jasper Mandalka, René Rudolph und Moritz Lindner, welche nun alle fester Bestandteil der ersten Männermannschaft werden sollten.
Dem gegenüber standen mit Robert Hermann, David Stein, David Fährmann, Ludwig Masula und Philipp Daferner 5 Ausfälle, welche zumindest alle die komplette Hinrunde ausfielen. Dazu gesellten sich dann während der Saison Tim Bellmann und Markus Dorschner.


Den ersten Spieltag hatte man spielfrei und somit durfte man in der nächsten Runde gleich nach Rietschen reisen, welche in der Saison davor einen hervorragenden 2. Platz belegt hatten und nur in der Relegation an Delitzsch II scheiterten. Man verlor gleich mal 23:20 und startete mit einem Dämpfer.
Aufgrund der vielen Ausfälle und einiger Urlauber fand man nie so richtig zu seiner Form. Man fuhr zwar Siege gegen Großenhain, Bernstadt und HSV Dresden II ein, jedoch alle maximal mit drei Toren Differenz. Am 5. Spieltag empfing man dann den Aufsteiger aus Neugersdorf und spielte das erste Mal recht souverän und gewann mit 36:20. Danach ging es in den Lokschuppen, welcher noch nie ein gutes Pflaster für den RSV war. Dort drehte man nach einem zwischenzeitlichen 4-Tore-Rückstand noch Anfang der zweiten Spielhälfte die Partie und gewann mit 28:34.
Oft stand man in diesen Wochen beim Training und war unzufrieden mit sich, aber die Ergebnisse stimmten halt. „Ein gutes Pferd und so…“


Schon in den ersten 5–6 Spielen kristallisierten sich 3 Mannschaften heraus, welche den Titel unter sich ausmachen wollten. Das war zu den oben genannten Mannschaften Rietschen und Radeberg auch der starke Aufsteiger aus Radebeul, welcher u.a. mit Jurgeleit und Weig starke Spieler in ihren Reihen hatten. Ende November kam es zum direkten Aufeinandertreffen und man konnte einen recht souveränen 28:34 Sieg in Radebeul einfahren. Eine Woche später wurde es historisch und man warf den Rivalen aus Pulsnitz mit 49:18 aus der heimischen Halle. Anfang Dezember beendete man die Hinrunde in Niederau mit einem 24:37 Sieg, was gleichbedeutend mit dem ersten Tabellenplatz einherging. Man ging also mit 20:2 Punkten in die Winterpause.
Den Januar gestaltete man wieder recht souverän mit 3 Siegen gegen Bernstadt, Großenhain und HSV II. Anfang Februar reiste man dann zum abgeschlagenen Tabellenletzten nach Neugersdorf, wo man in der ersten Halbzeit nicht in Tritt kam und zwischenzeitlich mit 4 Toren hinten lag. Selbst nach einem Unentschieden zur Halbzeit lag man wieder zurück. Am Schluss konnte man die „Blamage“ noch abwenden und erreichte einen 27:33 Auswärtssieg.
Am 10.2. war es nun soweit, man wollte Revanche nehmen aus der Hinspielniederlage. Rietschen war in Radeberg zu Gast und die Tabellensituation machte es erst richtig spannend. Mit einem Sieg hätte man Rietschen die 4. Saisonniederlage zufügen können und der Aufstieg wäre somit so gut wie „sicher“ gewesen. Rietschen selbst hatte laut eigenen Spielberichten nach zwei Niederlagen im Januar die Meisterschaft schon wieder abgeschrieben und wollte den zweiten Tabellenplatz sichern. Es kam jedoch wie es kommen musste, in einer nicht hochklassigen aber spannenden Partie markierte Rietschen in der letzten Aktion das 23:24 und fügte Radeberg die 2. Saisonniederlage zu. Somit waren die Gäste wieder auf 2 Punkte heran und hatten zu allem Übel noch das direkte Duell gewonnen.


Danach war eine Pause von einem Monat, in der sich der Trainer Carsten John entschloss, nach der Saison aufgrund von persönlichen Angelegenheiten kürzertreten zu wollen. Die nächste Partie wurde wieder gewonnen, währenddessen Rietschen einen Punkt in Bernstadt liegen ließ (uns wurde wieder zum Titel gratuliert). In der darauffolgenden Woche war der starke Gegner aus Pirna zu Gast, welcher von einigen Akteuren der MDOL verstärkt wurde. Die Radeberger spielten unter ihrem Niveau und so verlor man wieder völlig zurecht mit 23:26. Der Vorsprung war wieder auf einen Punkt zusammengeschmolzen und in der nächsten Partie war der Tabellendritte Radebeul zu Gast. Der Verein entschloss sich, der Mannschaft nochmal einen neuen Impuls geben zu wollen und ernannte Dennis Käppler vorerst bis zum Saisonende zum neuen Trainer. Im Hinspiel bereits ersatzweise an der Seitenlinie vorzufinden, gelang auch sein "offizieller" Einstand und die Radeberger konnten das Spiel mit 26:24 für sich entscheiden, einzig die hohe Fehlwurfquote verhinderte ein deutlicheres Ergebnis.
Das vorletzte Saisonspiel brachte dann nochmal das Derby in Pulsnitz mit sich, welche nach dem Trainerwechsel nach dem Hinspiel nun den Klassenerhalt feiern konnten. Die Radeberger spielten jedoch eine überragende erste Spielhälfte und führten schon 12:22 zur Halbzeit. In der 2. Hälfte wurde viel gewechselt und die Gastgeber konnten nochmals herankommen, am ungefährdeten 33:37-Derbysieg (inklusive geschenktem Tor für Pulsnitz) änderte das allerdings nichts.
Aufgrund der Meldefristen war unter der Woche schon klar, dass man sicher aufsteigen würde. Jedoch wollte man dies mit einem Sieg und der damit verbundenen Meisterschaft feiern und sich nicht den „Makel“ gefallen lassen müssen, nur wegen Nichtmeldungen aufgestiegen zu sein.
Am letzten Spieltag brannte aber nicht mehr viel an und man besiegte Niederau mit 35:22 und steigt somit ein zweites Mal in die Oberliga auf. Tabellenzweiter wurde Rietschen, welche am letzten Spieltag nochmal gegen den Radebeuler HV verloren haben, die wiederum am Schluss den dritten Tabellenplatz belegten. Glückwunsch dazu.

Nun kommen wir zu den Awards, welche jedoch mit einem Lächeln zu betrachten sind.


„Größte“ Enttäuschung (versteht ihr, oder?): Siggi
Harzjunkie: Holm
Newcomer der Saison: Jasper und der große Tim Bellmann
Frauenschwarm: Boom boom Franz Bellmann
Supporter of the year: Siggi
Strafensammler: Sipo
Stubenältester: Jan
Turbo: Tobi
Nice guy: Schranke
Sprungwunder: Gurke
Attraktivste Waden: Jan, Steini
Feierbiest: Sipo

Personelle Änderungen:
Ganz oben schrieb der Schreiberling von personellen Änderungen über den Sommer hinweg. Nun wollen wir die wohl wichtigste Personalie noch erwähnen, die Spatzen in der Bierstadt pfeifen es sowieso schon lange von den Dächern. Dennis Käppler bleibt nach der Saison Trainer und wird uns in die Oberligasaison führen. Die ausführliche Vorstellung wird sicherlich nochmal anderweitig gemacht. Wir freuen uns über die Entscheidung und man ist gewillt, zsammen den Klassenerhalt zu meistern.
Auch auf der Spielerebene wird es ein paar wenige Änderungen geben, welche auch noch zur gegebenen Zeit verkündet werden.

Ausblick auf die kommende Saison:
Die Saison wird nicht leichter als die vor zwei Jahren. In Radeberg wird immer noch kein Geld gezahlt und so bleibt die Oberliga ein Spagat für Mannschaft und Verein. Trotzdem sieht man sich für die kommende Spielzeit gewappnet. Diese startet voraussichtlich am 24.8. mit dem ersten Heimspieltag. Alles andere als der sichere Abstieg wäre ein kleines Wunder. Man freut sich darauf, sich wieder mit einigen Traditionsvereinen zu messen, welche sich in der Liga tummeln. So steigt aus der MDOL mit Freiberg ein Team ab, welches sich namhaft verstärkt hat. Aus der Verbandsliga West steigt mit dem BSV Limbach-Oberfrohna ein Team auf, für die es der 3. Aufstieg in Folge (Angaben ohne Gewähr) ist und die einige erfahrene Akteure in ihren Reihen besitzen.
Aufgrund der vielen Rückkehrer, Nachrücker und ewig jung gebliebenen werden Trainer Käppler im besten Fall bis zu 20 Mann zur Verfügung stehen.
Trainingsauftakt wird in 2 Wochen sein und die Mannschaft fährt traditionell wieder nach Altenberg ins Trainingslager.
Wir werden euch auf alle Fälle auf allen Kanälen auf dem Laufenden halten.

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info@radebergersv-handball.de (David-Bastian Stein) 1. Männer Mon, 27 May 2024 03:25:46 +0200
Heimsieg, Meisterschaft, Aufstieg! https://www.radebergersv-handball.de/berichte/item/370-heimsieg,-meisterschaft,-aufstieg.html https://www.radebergersv-handball.de/berichte/item/370-heimsieg,-meisterschaft,-aufstieg.html Vielen Dank an unsere großartigen Fans!

“Spätestens seit ich Dreißig bin, kriege ich mit, dass sich so eine Saison ab Ostern zieht wie Kaugummi.“ Stammt dieser Satz von mir? Nein. Von Goethe? Auch nicht. Er stammt von niemand anders als vom einzig wahren Chris Guhrenz, bei dem ich neulich im Auto mitfahren durfte. Man beginnt, die Saison in den Knochen zu merken und deshalb kann ich diesen Satz genau so unterschreiben und dabei bin ich noch nicht mal Feldspieler.

Wie kam es also, dass eine ganze bierbrauende große Kreisstadt auf das Spiel am letzten Samstag brannte? Ganz einfach, es war das letzte Spiel der Saison und dazu noch ein Heimspiel! Durch den Rückzug Rietschens war bereits klar, dass die Bierstadthelden sicher aufsteigen würden, doch war die Farbe der Medaille noch nicht klar. Nichts wollten wir mehr verhindern als das letzte Spiel der Saison zuhause zu verlieren, eine Silbermedaille umgehangen zu bekommen und dann zum Spott auch noch aufzusteigen.

Entsprechend wild begann die Partie. Man hatte sich anscheinend vor Beginn der Partie darauf geeinigt, abwehrlosen Hara-Kiri-Handball zu spielen, weswegen es nach 6 Minuten bereits 5:5 stand. Doch dann kamen beide Abwehrreihen und Torhüter besser ins Spiel, was die Torflut ein wenig reduzierte. Trotzdem schaffte es Radeberg nicht, sich abzusetzen. Das körperbetonte, teils ruppige Spiel der Gäste aus Niederau wurde oft genug in gute Torchancen umgemünzt, wodurch sie stets nachziehen konnten. Erst nach 10 Minuten, beim Stand von 7:7 konnten die Gastgeber einen kleinen Lauf starten und innerhalb von anderthalb Minuten auf 10:7 davoneilen. Dabei half sicherlich auch, dass die Gäste zu diesem Zeitpunkt bereits ihre zweite Zweiminutenstrafe absitzen mussten- ein Resultat ihrer harten Spielweise, welche sich durchs komplette Spiel ziehen sollte. Nach 14 Minuten erzielte der Gäste-Rückraumschütze Haberstock das 11:9, doch das sollte das letzte Mal sein, dass die Geschichte nochmal knapp wurde. Die Männer in blau-weiß hatten sich nun nämlich auf das rückraumlastige Spiel der Niederauer eingestellt, ließen in der Abwehr nicht mehr viel zu und nutzten im Angriff durch präzises und effizientes Umschaltspiel die daraus entstehenden Fehler gnadenlos aus.
Was heißt das im Resultat? Nun, das heißt, dass aus einem 11:9 ein 14:10 wurde, dann ein 18:10 und schließlich zum Pausenpfiff ein 19:12.

Aus Schreiberling-Sicht wäre es jetzt sehr praktisch, wenn Radeberg nach der Pause nochmal eingebrochen wäre. Dann könnte man wunderbar Spannung erzeugen, diesen Tatsachenbericht in einen mitreißenden Krimi verwandeln und den geneigten Leser mit offenem Mund und roten Ohren an die Zeilen fesseln.

Naja, aber das ist halt nicht passiert. Die Mannschaften kamen aus der Kabine und die Radeberger machten einfach da weiter, wo sie aufgehört hatten. Ganz routiniert spielten sie ihre Geschwindigkeitsvorteile aus und ließen die Gäste durch Sammeln von Zeitstrafen sich selbst schwächen. Jeder kam auf reichlich Spielzeit und es war einfach kein Qualitätsunterschied erkennbar, egal auf welcher Position gewechselt wurde. Als das Spiel schließlich beim Stand von 35:22 abgepfiffen wurde, gab es kein Halten mehr. Sieg! Goldmedaille! Aufstieg!

In herrlichen Aufstiegs-Nickis gekleidet wurden die Medaillen und der Pokal angenommen, dann ging die Feier los. Der Vorstand des RSV war sogar so lieb, uns ein Fass Bier zu spendieren! Vielen lieben Dank dafür! Wir haben uns sehr gefreut, es wurde auch über alle Maßen genossen. Ich muss auch sagen, dass das gute Fassbier aus dem Aufstiegspokal noch besser geschmeckt hat, als aus den Plastebechern.

Aber, um nochmal nüchtern zu werden: Zu diesem Erfolg gehört mehr als die Leistung der Spieler. Viel, viel mehr. Ohne die vielen Helfer wäre das nicht möglich gewesen, egal ob sie am Einlass stehen, den Imbiss rocken, ansagen, Musik abspielen, trommeln oder an der Seitenlinie stehen. Einen riesigen Dank möchte ich hier mal an alle schicken, die uns ermöglichen, unser geliebtes Hobby Saison für Saison so lange auszuführen, dass sie sich ab Ostern wie Kaugummi zieht.

Und einen letzten, aber vermutlich wichtigsten, Dank habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben. Carsten, unser alter Coach. Du hast uns fast bis zum Schluss durch die Saison gesteuert. Mit dir sind wir vor 2 Jahren aufgestiegen, haben letztes Jahr das Abenteuer Sachsenliga durchlebt und sind dann auch gemeinsam abgestiegen. Mit dir haben wir diese Saison eine 14 Spiele dauernde Siegesserie und im Derby gegen Pulsnitz den höchsten Sieg der Vereinsgeschichte gefeiert. Wir sind dir sehr dankbar für die Arbeit, die du knapp 3 Jahre lang jede Woche in uns gesteckt hast und für die Erfolge, die wir mit dir feiern durften.

 

Nächste Saison spielen in der Oberliga Sachsen:

 

Rathmann, Wagner (beide Tor), Richter (4), Sieberth, Schulz (3), Lindner (2), Höhne (4), Guhrenz (6, davon kein Sprungwurf), Mandalka (5), Rudolph (2), Daferner (4), Fährmann (4), Kempe, Haufe (1)

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info@radebergersv-handball.de (Markus Dorschner) 1. Männer Wed, 01 May 2024 18:12:56 +0200
VLMO: HSV Pulsnitz 1923- Radeberger SV 33?:37?32:38(12:22) https://www.radebergersv-handball.de/berichte/item/367-vlmo-hsv-pulsnitz-1923-radeberger-sv-33-3732-38-12-22.html https://www.radebergersv-handball.de/berichte/item/367-vlmo-hsv-pulsnitz-1923-radeberger-sv-33-3732-38-12-22.html VLMO: HSV Pulsnitz 1923- Radeberger SV 33?:37?32:38(12:22)


Derbysieger 2.0


Am gestrigen Sonntag war es mal wieder so weit, das Derby Pulsnitz gegen Radeberg stand gleich 3 Mal an. Die ersten beiden Duelle gingen an die 1. Frauen der Pfefferkuchenstädter, welche sich knapp gegen unsere 2. Frauenmannschaft durchsetzen und das Tafelsilber gab sich auch keine Blöße und holten einen souveränen Sieg gegen die Zweitvertretung vom RSV.
Durch die zwei Vorpartien war die Halle schon gut gefüllt und so startete das Match der ersten Männermannschaften 16 Uhr vor vollen Rängen.
Im Hinspiel gab es ein historisches 49:18 für die Bierstädter. Seitdem ist jedoch viel passiert, beide Mannschaften wechselten den Trainer und die Pulsnitzer Mannschaft ist unter dem neuen Trainer Weißenfeld auf einem aufstrebenden Ast in der Rückrunde.
Die Partie begann und es zeichnete sich gleich ab, dass beide Mannschaften über das Tempo zum Torerfolg kommen wollten. Die Pulsnitzer legten bis zum 3:2 vor und die Radeberger glichen demzufolge aus. Nach dem zwischenzeitlichen 4:4 von Richter fanden die Radeberger immer besser in die Partie. Über eine kompakte Abwehr mit einem gut aufgelegten Wagner fand man oftmals in die 2. Welle. So konnte man den Vorsprung ab dem 7:8 in der 12. Minute binnen zehn Minuten auf 8:16 ausbauen. Auch eine Auszeit des Heimtrainers brachte keinen Bruch in das Spiel. Die Pulsnitzer produzierten zu viele Fehler oder kamen nur unter Bedrängnis im Wurf. Auf der Radeberger Seite leitete Daferner das Spiel sicher und ließ seine Nebenleute glänzen. So warfen alleine Richter und Guhrenz in Halbzeit eins jeweils sechs Tore. Der Radeberger Express fing an zu rollen und man konnte den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 12:22 ausbauen. 5 Sekunden vor Pausenpfiff war es nochmals Wagner, welcher einen freien Ball vom Kreis entschärfen konnte. Der Schreiberling musste lange überlegen, ob er schon mal eine so disziplinierte Halbzeit gesehen hatte.
Interimstrainer Käppler musste sehr zufrieden gewesen sein, wollte jedoch keinen Schlendrian aufkommen lassen.
Die 2. Hälfte begann und Käppler wechselte schon einige Male, was zu Beginn jedoch keinen Abbruch tat. Man wechselte sich munter mit Tore werfen ab. Der in der 2. Hälfte eingewechselte Rathmann wurde gleich mit einem Gesichtstreffer von dem semibedrängten Ziesche willkommen geheißen. Derby. In der 41. Spielminute war es nochmals Guhrenz, welcher das 17:30 erzielte. Danach war die Luft ein wenig raus. Durch die ungewohnten Formationen verflachte das Spiel der Bierstädter zunehmend und die Pulsnitzer konnten Tor um Tor aufholen. Hier war es vor allem der Junge Ziesche, welcher im Gegenstoß ein ums andere Mal die leichten Tore erzielen konnte. In der 53. Minute bat Käppler nochmals seine Männer zum intensiven Gespräch, was jedoch auch keine Besserung mehr brachte.
Man warf zwar noch einige Tore vorne, jedoch fand man in der Abwehr keinen Zugriff mehr.
Das Spiel endete mit 33:37 für die Gäste. Die zweite Spielhälfte verlor man also mit 21:15, was sicher nicht der Anspruch der Radeberger sein sollte. Aufgrund der vielen Wechsel, ist dies jedoch auch zu verkraften.
Ein Wort noch zu den Schiedsrichtern. Oftmals schimpft der Schreiberling auf Sie, jedoch verdiente die Spielleitung ein Lob. Man ließ eine gesunde Derbyhärte zu, ließ die Mannschaften spielen und hielt sich im Hintergrund auf. Hier mal ein Lob! Auch wenn dies natürlich eine subjektive Meinung ist.
Dann jedoch 3 Stunden nach Abpfiff der Schock in der Whatsappgruppe!!! War es nicht Haufe, welcher 5 Sekunden das 32:38 erzielte? Jeder ist seine durch Bier benebelten Gedanken nochmal durchgegangen und auch der Beschuldigte wurde befragt. Tatsache, so wars doch. Nun wurde Tobias Haufe durch Oliver Lüttke ersetzt und statt des Tores für die Gäste erhielten die Gastgeber ein Tor mehr. Also ist der offizielle Spielstand 33:37.
Seis drum, der Sieg wurde noch in der Halle gefeiert. Dank der Männer und Ingolf gab es noch einige Freibiere. Danke!
Achso! Wer bis hierhin gelesen hat, hat es auch verdient zu wissen, dass die Radeberger Männer nächstes Jahr wieder Sachsenliga spielen! Also Derbysieger+Aufsteiger! Dies war kein großes Geheimnis mehr, aber durch die Nichtmeldung von Rietschen steigen die Radeberger ein zweites Mal in der Geschichte in die Sachsenliga auf! Natürlich möchte man dies als Meister erreichen und somit brauch man am letzten Spieltag gegen Niederau noch einen Sieg, falls Rietschen gegen den Tabellendritten Radebeul gewinnt.
Das Spiel findet wie immer Samstags statt, jedoch 18:30!!! Lasst uns noch einmal zusammen feiern und dann sehen wir uns nächstes Jahr in der Sachsenliga.
Für den RSV spielten: Wagner, Rathmann(beide Tor), Richter(6), Schulz(6/4), Lindner, Höhne(1), Mandalka(2), Rudolph(2), Bellmann(3), Daferner(3), Fährmann(2), Guhrenz(7), Kempe(2), Haufe(3 oder 4)

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info@radebergersv-handball.de (David-Bastian Stein) 1. Männer Mon, 22 Apr 2024 11:53:10 +0200
VLMO: Radeberger SV - Radebeuler HV 26:24 (11:9) https://www.radebergersv-handball.de/berichte/item/366-vlmo-radeberger-sv-radebeuler-hv-26-24-11-9.html https://www.radebergersv-handball.de/berichte/item/366-vlmo-radeberger-sv-radebeuler-hv-26-24-11-9.html VLMO: Radeberger SV - Radebeuler HV 26:24 (11:9)

Start-Ziel-Sieg mit Hindernissen

 

Endspurt in der Verbandsliga-Saison 2023/24. Am drittletzten Spieltag empfingen die 1. Männer des RSV die “Men In Black” aus Radebeul. Wie vom Verein berichtet stand dabei Dennis Käppler als Trainer auf Radeberger Seite, der die Bierstadthelden in den verbleibenden Spielen zur Meisterschaft führen möchte. 

Wer sich an das Hinspiel in Radebeul erinnert, wird feststellen, dass Käppler auch damals bereits als Coach fungierte, wenn auch nur aushilfsweise. Der letztendlich deutliche 28:34-Erfolg im November sollte also ein gutes Omen für das Aufeinandertreffen in der heimischen BSZ-Halle sein, auch wenn der Radebeuler HV weiterhin souverän auf einem sehr guten dritten Tabellenplatz steht und die bislang beste Rückrunde der Liga spielt.

 

Die Partie begann und die RSV-Männer waren von Beginn an hellwach. Jakob Wagner zeigt direkt im ersten Gästeangriff seine erste Parade und Philipp Richter verwandelte seine ersten drei Torwürfe allesamt bis zur 3:1-Führung in der 7. Spielminute. Die noch fehlende Durchschlagskraft im Angriff zwang Gästecoach Heuer zu seiner ersten Auszeit und in Überzahl konnten die Männer vom Lößnitzgrund prompt wieder ausgleichen.

Dieses Schema sollte sich in der ersten Halbzeit noch einige Male wiederholen. Die Bierstädter erzielten immer wieder eine 2- bis 3-Tore-Führung, jetzt herausgespielt im neu aufgestellten Rückraum mit Philipp Daferner auf der Position des Spielmachers. Allerdings verpasste man es, in wichtigen Momenten den nächsten Treffer zu landen oder schwächte sich durch Zeitstrafen und eine rote Karte gegen René Rudolph nach einem Gesichtstreffer. Somit konnte Radebeul stets den Anschluss halten, bis beim Stand von 11:9 die Seiten gewechselt wurden.

 

In der Halbzeitpause wurde vor allem die mangelnde Chancenverwertung angesprochen, welche den Männern um Trainer Käppler einen komfortableren Vorsprung kostete, sich aber mit Beginn der zweiten Halbzeit besserte. Das war auch dringend notwendig geworden, da erst Silvio Rathmann eine kurze Schwächephase im Radeberger Tor stoppen konnte.

Mit diesem Impuls schien das Spiel ab der 45. Spielminute in eine entscheidende Richtung zu laufen, als die Gastgeber in Überzahl erstmals eine 4-Tore-Führung erzielen und diese bis zehn Minuten vor Schluss auf 25:19 hochschrauben konnten. 

 

So, diesen Spielstand im Hinterkopf, blicken wir nun einmal auf das Endergebnis und stellen fest: Auweia, was war da denn wieder los? – Plötzlich war Gästekeeper Voigt wieder im Beastmode und vernagelte sein Tor komplett oder baute sich so groß auf, dass die Bälle reihenweise an den Pfosten oder weit über das Tor gelegt wurden.

Mit zunehmender Hektik entstanden auch immer mehr Tempogegenstöße für die Gäste und sieben Minuten später war auf der Anzeigetafel der Spielstand von 25:24 zu lesen. Vielleicht hätte man die Anweisung “mit Köpfchen zu Ende spielen” genauer erläutern müssen, jedenfalls lief manches “Köpfchen” ziemlich heiß.

 

Jan Schulz konnte dem Druck offenbar nicht mehr standhalten und ließ den Dampf an den Schiedsrichtern ab, womit er sich eine 2+2-Minuten-Strafe einhandelte. Radebeul würde also bis zum Schluss in Überzahl agieren. Immer noch in Ballbesitz rief Käppler sein Team zur letzten Auszeit zusammen und Philipp Daferner gelang im Anschluss ein enorm wichtiger Schritt zum Sieg: im Zweikampf konnte er von seinem Gegenspieler nur noch von hinten gestoppt werden, welcher folgerichtig ebenfalls auf der Spielerbank Platz nehmen musste.

Die entstandenen Räume im 5 gegen 5 wusste dann Florian Höhne auszunutzen und erzielte das 26:24 knapp zwei Minuten vor Schluss. Radebeul hatte also noch Zeit und lief nochmals an, doch eine Doppelparade vom wieder eingewechselten Jakob Wagner brachte die Entscheidung und die Halle zum Beben.

 

Nach dem Schlusspfiff war den Radeberger Spielern, Offiziellen und Fans die Freude und enorme Erleichterung anzusehen, insbesondere nach der turbulenten Schlussphase. Obwohl sie nie in Rückstand lagen, verpassten sie es doch, den Deckel schon früher auf dieses Spiel zu machen oder als er schon drauf war, ihn auch zu verschließen.

Nächste Woche im Derby gegen Pulsnitz wäre sicherlich niemand sauer, wenn ein erneuter Nervenkrimi ausbleibt. Eines ist allerdings auch klar: so leicht wie im Hinspiel wird es diesmal nicht werden, wenn am Sonntag ab 16 Uhr der Ball fliegt. Genau deshalb hoffen wir, dass wir wieder auf unsere lautstarken Fans zählen können!

 

Für den RSV spielten: Wagner, Rathmann – Richter (5), Schulz (5/4), Lindner, Höhne (3), Mandalka (1), Rudolph, Bellmann (3), Daferner (6), Fährmann (1), Guhrenz (2), Kempe, Haufe

 

Zum Abschluss des Berichts noch eine Nachricht, die mich heute erreicht hat: “Ich wollte dir sowieso nochmal schreiben wegen des Berichts. Ich wurde gebeten den Schreiberling zu bitten, im Bericht unseren neuen Sponsor, den ASB zu erwähnen. Könntest du das da mit einbinden irgendwo? (:” Nun, der Schreiberling bin ich, das Einbinden im Bericht fiel mir reichlich schwer, deswegen stelle ich diesen Block an das Ende des Berichts. 

Der gesamte Heimspieltag am vergangenen Samstag wurde präsentiert vom Arbeiter-Samariter-Bund. Der ASB unterstützt den Radeberger Handball als neuer Sponsor nicht nur während der Saison, sondern unter anderem auch unsere Radeberger Handballtage, die vom 07. bis 09. Juni das Stadion an der Schillerstraße wieder mit Leben und hunderten Menschen füllen wird, die gemeinsam ein unvergessliches Handballfest feiern wollen. Euch gilt unser herzlichster Dank!

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info@radebergersv-handball.de (David-Bastian Stein) 1. Männer Tue, 16 Apr 2024 09:22:38 +0200
Dennis Käppler wird bis Saisonende neuer Trainer unserer 1. Männermannschaft https://www.radebergersv-handball.de/berichte/item/364-dennis-k%C3%A4ppler-wird-bis-saisonende-neuer-trainer-unserer-1-m%C3%A4nnermannschaft.html https://www.radebergersv-handball.de/berichte/item/364-dennis-k%C3%A4ppler-wird-bis-saisonende-neuer-trainer-unserer-1-m%C3%A4nnermannschaft.html Dennis Käppler wird bis Saisonende neuer Trainer unserer 1. Männermannschaft

Die Abteilungsleitung der Radeberger Handballer hat sich dazu entschieden, Dennis Käppler mit sofortiger Wirkung als Trainer der ersten Männermannschaft zu benennen.

Dennis ist seit vielen Jahren Mitglied des RSV und hat sich über den Kinder- und Jugendbereich, sowie die Männermannschaften zum Trainer der 2. Männermannschaft entwickelt. Im letzten Jahr hatte er die sportliche Leitung des gesamten Männerbereichs inne. Es entspricht unserer Philosophie, über die Entwicklung des eigenen Nachwuchses erfolgreichen und gleichzeitig anspruchsvollen Erwachsenensport zu betreiben. Wir freuen uns sehr, dass Dennis diese Aufgabe übernimmt und wünschen ihm für seine neue Aufgabe viel Erfolg!

Unser Dank gilt Carsten John, der in den letzten drei Jahren unsere Männermannschaft mit großem Engagement trainierte. Besonders während der herausfordernden Zeiten nach Corona hat Carsten die Mannschaft betreut und maßgeblich dazu beigetragen, dass wir uns sportlich weiterentwickeln konnten und bereits Erfahrungen in der Sachsenliga der Männer gesammelt haben.

Carsten hatte uns im Februar darüber informiert, dass er uns zum Ende der Saison aus persönlichen Gründen verlassen möchte. Basierend auf dieser Information haben wir uns nun dazu entschieden, bereits jetzt einen neuen Impuls in die Mannschaft zu geben, um unsere sportlichen Ziele zu erreichen.

Wir danken Carsten sehr für sein großes Engagement und seinen Einsatz für den Handball in Radeberg in den vergangenen Jahren. Ihm persönlich wünschen wir für seine Zukunft alles erdenklich Gute.

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info@radebergersv-handball.de (Mathias) 1. Männer Thu, 28 Mar 2024 11:07:54 +0100
Spielbericht 1. Männer auswärts in Riesa https://www.radebergersv-handball.de/berichte/item/363-spielbericht-1-m%C3%A4nner-ausw%C3%A4rts-in-riesa.html https://www.radebergersv-handball.de/berichte/item/363-spielbericht-1-m%C3%A4nner-ausw%C3%A4rts-in-riesa.html Spielbericht 1. Männer auswärts in Riesa

Tabellenführung in Riesa ausgebaut

 

Am vergangenen Sonntag stand für die 1. Männer bereits das vorletzte Auswärtsspiel auf dem Restspielplan. Gegner war der SC Riesa, gegen den man im Hinspiel mit 24:22 knapp die Oberhand behielt. Die Nudelstädter führen zwar das Mittelfeld der Liga an, sind aber für den Tabellenführer aus Radeberg dennoch keine Laufkundschaft. Die letzten Partien waren stets eng und umkämpft und so sollte es auch dieses Mal werden.

 

Im Fernduell um den Sachsenliga-Aufstieg lies der Zweitplatzierte SSV Stahl Rietschen am Samstag einen Punkt in Bernstadt liegen, sodass der RSV seine Führung in Riesa ausbauen konnte. Dazu wurde extra ein Reisebus für Mannschaft und Fans organisiert, um die Arena in Blau-weiße Euphorie zu tränken. Das klappte bereits ab der ersten Spielminute. Zwar konnte Riesa ihren ersten Angriff erfolgreich abschließen, aber die RSV-Abwehr stand und so konnte man das Blatt wenden (2:3, 5.Min). Danach schlichen sich aber ein paar Fehler im Angriff ein, sodass Riesa durch effektiv ausgespielte Angriffe mit platzierten Abschlüssen wieder führte (7:5, 13.Min). Es folgten der Ausgleich, eine 2-Tore-Führung für Riesa, der Ausgleich, eine 2-Tore-Führung für Riesa, der Ausgleich, eine 2-Tore-Führung für Riesa, und der Halbzeitpfiff.

 

Dann saßen die RSV-Mannen leicht ungläubig in der Kabine. Man hatte den Gegner eigentlich voll im Griff. Fast jeder Riesaer Angriffsversuch endete im Zeitspiel, aber meist schafften sie es den Ball dennoch irgendwie an Schlussmann Wagner vorbei zu spitzeln. Der 15:13Halbzeitrückstand kam aber überwiegend durch eigene Fehler im Angriff und gut ausgespielte, aber verworfene Bälle zu Stande. In der engen Partie waren auch ein paar Entscheidungen der beiden Unparteiischen ungünstig für die Gäste. Aber auch die Gastgeber blieben nicht vor Kuriositäten sicher, als Schröber nach einem unplatzierten Rückraumwurf auf den Kopf des RSV-Hüters eine 2-Minuten-Strafe kassierte.

 

Vor Beginn der zweiten Spielhälfte waren sich die RSVler aber sicher, das Resultat auf der Anzeigetafel noch umdrehen zu können, wenn man die bisherige Leistung weiter abrufen würde. Im Nachhinein lassen sich auch Parallelen zum Hinspiel erkennen, als man ebenfalls die ersten 30 Minuten einem Rückstand hinterher rannte und mit 11:12 in die Pause ging. Damals drehte man die Partie binnen 3 Minuten zum 15:13 und lies sich diese Führung nicht mehr nehmen. Vielleicht hatte so manch einer der zahlreichen Zuschauer daher ein Déjà-Vu, als 4 Minuten nach Wiederanpfiff der RSV wieder mit 15:16 in Führung ging.

 

Im Angriff agierte man nun wesentlich zielstrebiger als zuvor und auch die Wurfquote verbesserte sich. Als Folge konnte man auch 5 Siebenmeter erkämpfen und verwandeln. Auf der Gegenseite fand Riesa weiterhin kaum ein Mittel gegen das Bierstadtbollwerk. Meist war es Ehrenberg, der eine Lücke fand und die Nudelstädter im Spiel hielt. Als Richter dennoch beim 23:27 erstmals eine 4-Tore-Führung für den Ligaprimus erzielte, versuchte Riesa mit einer Auszeit nochmal das Ruder herumzureißen. Aber die Radeberger ließen sich nicht aus dem Konzept bringen und fuhren mit einem 26:31 Erfolg  die nächsten 2 Punkte für den Wiederaufstieg ein.

 

Der RSV konnte also eine weitere, schwere Hürde nehmen und steht mit nun 3 Punkten Vorsprung komfortabel an der Tabellenspitze. Bei noch 3 Heimspielen und einer Partie in Pulsnitz könnte man sich einen Ausrutscher erlauben. Es ist zwar noch nichts in trockenen Tüchern, aber man hat weiterhin alles selbst in der Hand. Mit solch einer guten defensiven Leistung wie gegen Riesa wird es jede Mannschaft schwer haben – am nächsten Samstag will sich die SG Pirna/Heidenau II daran versuchen.

 

Für den RSV erfolgreich in Riesa: Schranke, Suppe, Holm (7), Sibbo 1, Jan (8/5), Mo, Jasper, René, Franz (4), Daffy (3), Gurke (5), Sting (1), Tobi (2), Petra, Carsten, Siggi

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info@radebergersv-handball.de (Marco Diedrich) 1. Männer Wed, 13 Mar 2024 07:12:44 +0100
Radeberger starten mit Heimsieg aus der Winterpause https://www.radebergersv-handball.de/berichte/item/362-radeberger-starten-mit-heimsieg-aus-der-winterpause.html https://www.radebergersv-handball.de/berichte/item/362-radeberger-starten-mit-heimsieg-aus-der-winterpause.html Radeberger starten mit Heimsieg aus der Winterpause

Nach der sehr ernüchternden Leistung in der Heimniederlage im letzten Spieltag gegen Rietschen hatten die Radeberger erstmal ein paar Wochen Zeit um herunterzufahren und Resümee zu ziehen. Zeit genug, um den Frust herunterzuschlucken und sich auf das nächste Heimspiel zu konzentrieren.

Denn mit dem ESV kam ein nicht zu unterschätzender Gegner. Ja, in der Tabelle sind sie ungewohnt weit unten zu finden, jedoch konnten sie im Januar das erreichen, was Radeberg in beiden Versuchen nicht gelang: Rietschen schlagen. Speziell vor der ESV-Flügelzange, bestehend aus den Außenspielern Jagsch und Appel, wurde der Torhüter im Vorfeld des Spiels gewarnt. Jagsch als alter Bekannter, regelmäßig auf dem Treppchen der Liga-Torschützenliste zu finden, war ihm natürlich bereits ins Stammhirn eintätowiert. Doch Appel auf der Linksaußen, so die Warnungen, kommt eigentlich aus einem Viertliga-Verein. Eine kurze Recherche später ist klar- das stimmt so nicht. Sein Stammverein, der MTV Großenheidorn, ist mittlerweile in die Dritte Liga aufgestiegen und macht nicht den Anschein, als ob die allzu bald wieder absteigen würden.

Aber egal, selbst ein sehr guter Außenspieler kann keine Tore werfen, wenn er nie den Ball kriegt. Davon können unsere Außenspieler ja ein Lied singen. Nicht verrückt machen lassen. So, genug Vorgeplänkel, rein ins Spiel.

Direkt ab Anpfiff entwickelt sich erstmal ein abwehrbetontes Spiel. Es dauert knapp 4 Minuten, bis Bellmann das erste Tor der Partie wirft, nach 6 Minuten steht es erst 1:1. Das liegt auch an mehreren vergebenen Radeberger Siebenmetern, welche stolze 4 Versuche brauchen, bis sie den ersten Strafwurfverwandeln können. Nichtsdestotrotz macht die Abwehr einen sehr guten Job und lässt sehr wenig zu. Nach 10 Minuten macht der Gäste-Kreisläufer Florian Schulze das 3:4. Es soll die letzte Dresdner Führung an diesem Spieltag bleiben. Denn bereits 15 Sekunden später knipst Guhrenz zum 4:4. Das Spiel hangelt sich zum Spielstand von 6:6, dann bekommen die Gäste eine 2 Minuten Zeitstrafe. Es steht 8:6, als sie wieder auffüllen dürfen. Doch dann bekommen sie gleich die nächste und dann gleich noch eine- als sie wieder vollständig sind, steht es bereits 12:6. Erst dann nehmen sie eine Auszeit, welche es schafft, den Radeberger Fluss zu stoppen. Doch da ist es schon fast zu spät, und als es in der 27. Minute eine rote Karte für Dave Ehmke von der Lok gibt, sieht es schon ziemlich düster aus. Fun Fact- im Hinspiel gab es für Dresden erst in der 28. Minute eine rote Karte.

Doch während der Angriff weiter gut funktioniert und speziell die Außen Daferner und Richter wunderbar in Szene setzt, fängt es an in der Abwehr zu haken. Radeberg bekommt in den letzten 8 Minuten der ersten Halbzeit 6 Gegentore - genauso viel wie in den 22 Minuten davor. Mit 17:12 geht es schließlich in die Pause- von den 12 Gästetoren fallen 5 auf die Außenzange Appel-Jagsch.

Mit der Abwehrleistung der letzten 8 Minuten der ersten Halbzeit kann man natürlich nicht zufrieden sein, doch abgesehen davon war das eine sehr ansprechende erste Hälfte, jetzt muss nur noch das Tempo weiter hochgehalten werden. Und der Matchplan geht auf, die ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit können die Gäste das Tempo noch mithalten, doch dann verlieren sie kurz den Faden. In der 35. Minute machen sie noch das 19:15, doch nach 180 Sekundenkonsequenten Radeberger Konterspiels steht es auf einmal 24:15. Und das ist ein Nackenschlag, von dem sich die Gäste nicht mehr erholen. Radeberg wechselt durch, jeder Feldspieler kommt auf Spielzeit und kann sich sogar ins Torschützenprotokoll eintragen. Man sieht die Radeberger Variabilität- am Ende kommen sie auf 11 verschiedene Torschützen. Zum Vergleich: Die Gäste haben genau 6. Schlussendlich endet die Partie mit einem beruhigend deutlichen 33:24. Ein guter Sieg gegen einen nicht zu unterschätzenden Gegner- die Männer der Bierstadt können zufrieden sein.

Im nächsten Spiel wartet mit Riesa eine große Auswärts-Hürde auf die Radeberger Männer. Wir stellen einen Bus und es sind noch Plätze frei. Also an alle: Kommt mit und ladet eure Freunde ein ebenfalls mitzukommen! Wir werden euch brauchen!

Es spielten: Wagner (Tor), Richter (4), Sieberth (1), Schulz (4/1), Lindner (2/1), Höhne (2), Rudolph (2), Bellmann (6), Daferner (6), Guhrenz (3), Kempe (2), Haufe (1)

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info@radebergersv-handball.de (Marco Diedrich) 1. Männer Wed, 06 Mar 2024 16:51:57 +0100
VLMO: Radeberger SV – SSV Stahl Rietschen 23:24 (14:15) https://www.radebergersv-handball.de/berichte/item/359-rietschen-knackt-den-rsv-erneut.html https://www.radebergersv-handball.de/berichte/item/359-rietschen-knackt-den-rsv-erneut.html VLMO: Radeberger SV – SSV Stahl Rietschen 23:24 (14:15)

Rietschen knackt den RSV erneut

Samstag, 10. Februar, 18:10 Uhr, alles war angerichtet für das Topspiel der Verbandsliga Ost in der Radeberger BSZ-Halle. Dem Aufruf des Heimvereins waren gut 300 Zuschauerinnen und Zuschauer gefolgt, die sich alle auf ein hochklassiges und spannendes Spiel gegen den Tabellenzweiten aus Rietschen freuten. Spannend wurde es allemal, hochklassig mitunter nicht, was die kommenden Zeilen schildern sollen.

Ein Start nach Maß in die Partie gelang dem RSV: den ersten Angriff direkt in einen Torerfolg umgemünzt, in der Abwehr wenig Chancen zugelassen und falls doch, unter anderem beim ersten Strafwurf der Gäste, war Jakob Wagner im Tor zur Stelle. All das zwang den Trainer aus Rietschen bereits nach fünf Minuten zur ersten Auszeit. Ein wenig dauerte es dann noch, bis sich der Knoten bei den Gästen lösen sollte, doch nach drei Toren in Folge war das Spiel ab der zwölften Minute ausgeglichen. Der Ball lief nun flüssiger durch die Offensivreihen, es wurden gute Chancen herausgespielt und beiderseits sicher verwandelt. Einen ersten Bruch erlebte das Radeberger Spiel dann zwischen der 23. und 27. Minute, verursacht durch eine Unterzahl und unüberlegte Abschlüsse, die vom Rietschener Torhüter entschärft wurden. Daraus entwickelte sich ein vier-Tore-Rückstand, der in den verbleibenden Minuten bis zum Halbzeitpfiff unbedingt verkleinert werden sollte. Die Konzentration auf Seiten der Männer um Coach Carsten John wurde also noch einmal hochgefahren und Philipp Richter begann jetzt seine stärkste Phase, in der er zunächst in Unterzahl zum 14:15 Pausenstand verwandelte.

Ihm war es auch vergönnt, den zweiten Spielabschnitt mit dem Ausgleichstreffer zu eröffnen sowie die Bierstädter mit seinem fünften Tor in Folge 18:17 in Führung zu bringen. Die Partie schien nun langsam zugunsten der Radeberger zu kippen, zumindest hoffte man das, als Tim Bellmann einen leichten Ballverlust der Gäste im Tempogegenstoß bestrafte und beim 20:18 die höchste Führung der zweiten Halbzeit erzielte. Doch was sich dann ereignete, spottet jeder Beschreibung als Topspiel: Nachdem Rietschens Top-Torjäger Marcus Noack noch per 7-Meter zum 20:19 verkürzte, boten sich Spielern sowie Publikum knapp zehn torlose Spielminuten zum Vergessen. Fangfehler, Fehlpässe, Schrittfehler, Fehlwürfe, Einzelaktionen, Pfostentreffer, zunehmende Verunsicherung und unterm Strich so viele ungenutzte Chancen, diese Partie an sich zu reißen. Es blieb also spannend! Nach 50 Minuten stand ein 21:21-Unentschieden auf der Anzeigetafel und vor allem Radeberg verzweifelte weiterhin eher an sich selbst als am Gegner. Kurz zuvor musste außerdem Chris Guhrenz auf der Tribüne Platz nehmen, nachdem er Markus Hänchen im Kempa-Versuch unsanft zu Fall brachte, wofür ihm die Schiedsrichter Absicht unterstellten und folgerichtig die rote Karte zeigten.

Springen wir nun in die letzten 60 Sekunden: Spielstand 23:23, Rietschen in Ballbesitz. Der Angriff bleibt erfolglos und Carsten John nimmt 28 Sekunden vor Schluss seine dritte und letzte Auszeit. Es wird ein letzter Spielzug ausgefeilt, der den Siegtreffer für Radeberg bringen soll. Das Spiel geht weiter, die Halle steht, doch eine Kreuzbewegung geht schief, der Ball wird nicht gefangen. Den Tempogegenstoß von Rietschen kann Florian Höhne gerade noch verhindern, er befördert den Ball ins Aus. Es gibt Einwurf aus der Spielfeldecke für die Gäste, doch zunächst noch ihre dritte Auszeit. Acht lange Sekunden sind noch zu spielen, die Hälfte davon ist der Ball in der Hand eines einzelnen Gästespielers, der da an der Seitenlinie steht und nicht weiß wohin. Irgendwie findet er dann mit der feinsten Bogenlampe doch noch den freien Mitspieler, der alleine vor dem Radeberger Tor auftaucht und mit der Schlusssirene das 23:24 erzielt.

Die Emotionen danach sind einfach zu beschreiben: grenzenloser Jubel auf der einen, Enttäuschung und Wut auf der anderen Seite. Das hatten sich die Bierstadthelden gänzlich anders vorgestellt. Man wollte Revanche für die (genauso unnötige) Niederlage zum Saisonauftakt nehmen, vielleicht schon für eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft der Verbandsliga sorgen. Diese wurde nun erstmal vertagt, die Karten liegen aber weiterhin in den Händen des RSV. Gewinnt man alle restlichen Spiele, bleibt man vorne, aber der Vorsprung beträgt nur noch zwei Pünktchen. Bei Punktgleichheit ist Rietschen im Vorteil.

Für alle Beteiligten heißt es nun erstmal: Durchatmen. In den spielfreien Winterferien ist etwas Zeit, diese Partie zu verarbeiten und sich dann auf die nächsten Spiele vorzubereiten. Für die Männer des Radeberger SV geht es dann am 2. März in einem Heimspiel gegen die Ballier des ESV Dresden weiter, die noch vor zwei Wochen Rietschen auswärts in die Knie zwingen konnten.

Zum Abschluss dieses Spielberichts möchte ich noch ein großes Dankeschön an alle Fans richten, die am späten Nachmittag dieses sonnigen Samstags den Weg in die Halle gefunden und uns unterstützt haben. Euch brauchen wir auch noch in den nächsten Wochen und Monaten!

Für den RSV spielten: Wagner, Rathmann – Richter (8), Sieberth (3), Schulz (3/1), Lindner, Höhne, Spittel, F. Bellmann (2), Rudolph, T. Bellmann (2/1), Guhrenz (4), Kempe (1)

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info@radebergersv-handball.de (Marco Diedrich) 1. Männer Mon, 12 Feb 2024 16:25:58 +0100