JBLHwA: PSV Recklinghausen – SG Rödertal/Radeberg 26:34 (15:12)

Überzeugender Sieg in Recklinghausen

Vor einer stimmungsvollen Kulisse konnte die A-Jugend der SG Rödertal/Radeberg in der Jugendbundesliga überzeugen und gewann ihr Auswärtsspiel gegen den PSV Recklinghausen mit 34:26.

Mit dem Sieg hat sich das Team der Trainer Steffen Wohlrab und Mirko Schulz eine nicht erwartet gute Ausgangsposition für die letzten Gruppenspiele im November geschaffen. Der angestrebte Platz zwei in der Gruppenphase und das Erreichen des Achtelfinales ist damit ein gutes Stück näher gerückt.

Trainer Wohlrab hatte seine Mädels akribisch auf das Spiel in Recklinghausen vorbereitet, wusste er doch um die Bedeutung der Begegnung gegen Mitkonkurrent PSV Recklinghausen. Neben der langen Anreise (600 Km) hatte die Mannschaft auch noch den Ausfall von Torhüterin Nadine Frenzel (Kreuzband und Meniskus) zu verkraften. Dafür war Julia Mauksch nach langer Verletzungspause endlich wieder einsatzfähig und mit dabei.

Vor dem Spiel war man im Lager der SG verhalten vorsichtig aber auch optimistisch, wusste man doch um die Stärken und Schwächen der PSV-Mädels. Wohlrab hatte die gesamte letzte Trainingswoche immer wieder die Konzentration beim Abschluss angemahnt und auch trainiert. Er war sich sicher, dass das Spiel über den mentalen Faktor entschieden wird. Nun ist die Erkenntnis das Eine, die Realität sieht meisten etwas anders aus und so war es auch in diesem Spiel, zwei grundverschiedene Halbzeiten. Die ersten 30 Minuten gehörten eindeutig den Gastgeberinnen.

Die Mädels aus dem Rödertal waren übernervös und so lähmten immer wieder leichte Fehler den Spielfluss. Sie fanden einfach nicht ins Spiel. Das 1:0 durch Leonie Rösel war die einzige Führung der Gäste in Hälfte eins. Danach liefen sie ständig einem Rückstand hinterher und so war die Pausenführung der Recklinghausenerinnen mit 15:12 nicht einmal unverdient.

Die Sachsengirls waren natürlich enttäuscht, das hatten sie sich ganz anders vorgestellt. Wohlrab sagte in der Kabine erst einmal gar nichts und vermied jede Kritik. Danach appellierte er an das Selbstvertrauen der Mädels: Wenn ihr kämpft und zu eurem Spiel findet, dann könnt ihr das Ding drehen. Ihr müsst nur an euch glauben.“ Das war genau das, was die Mädels brauchten. Sie kamen wie verwandelt aus der Kabine und jetzt bestimmten sie das Spiel. Keine Spur mehr von Angsthasenhandball, es war eine Steigerung des gesamten Teams. Den Grundstein legte Anna Starke im Tor der SG, sie parierte drei Strafwürfe und mehrere 100 %-ige. In der 34. Spielminute konnte die SG beim 16:16 endlich ausgleichen und Lara Tauchmann legte sofort zur 17:16 Führung nach.

Nun wackelten die Gastgeberinnen und bereits fünf Minuten später stand es 20:17 für die SG. Es war noch nicht die Entscheidung aber schon eine kleine Vorentscheidung und jetzt spielte die Mannschaft wie entfesselt. Recklinghausen hatte nichts mehr entgegenzusetzen und ergab sich mehr oder weniger in sein Schicksal. Nach weiteren zehn Minuten führten die Gäste bereits mit 27:19. Bei Recklinghausen ruhte die ganze Verantwortung auf Hovenjürgen und Janz, sie waren mit zehn bzw. neun Toren die erfolgreichsten Torschützinnen des Spiels, aber das war zu wenig. Die SG spielte wie aus einem Guss und war von allen Positionen erfolgreich. Die PSV-Mädels stemmten sich mit aller Kraft gegen die drohende deutliche Niederlage, um sich für das Rückspiel im November noch eine Minimalchance zu erhalten. Doch es half alles nichts, es blieb bis zum Schluss bei der Acht-Tore Führung der Gäste. Ein sichtlich entspannter und auch zufriedener Coach Wohlrab nach dem Spiel: “Ich bin unheimlich stolz auf meine Mädels. Wir haben in der ersten Halbzeit die Nervosität nicht abstreifen können und lagen auch verdient hinten. Aber dann haben wir eine sensationelle zweite Hälfte gespielt und uns ein beruhigendes Polster für das Rückspiel im November erspielt, dort können sich die Mädels dann selbst das schönste Weihnachtsgeschenk machen. Die Spielerinnen haben alles das umgesetzt, was wir uns erarbeitet hatten, eine Top-Leistung. Unsere Stärke war unsere Ausgeglichenheit.“

Nach einer kurzen Nacht muss die Mannschaft bereits am Sonntag in der Sachsenliga erneut antreten. Gegner ist dann der Ortsnachbar vom Radeberger SV.

SG mit: Anna Starke,Jasmin Eckart (8), Lara Tauchmann (7), Luisa Lucas (6/2),Lara Steglich (5), Julia Mauksch (3),  Isabel Wolff (2), Leonie Rösel (2), Jenny Lindner (1), Victoria Grätz,  Linda Zöge, Darin Schumberg

Trainer: Steffen Wohlrab, Mirko Schulz

7-m:   8:5 / 2:2         Zeitstrafen: 0 x 2 Min. / 2 x 2 Min.    Disqu.:   0 / 0

Zuschauer: 200

Spielverlauf: 4:2 (10.), 6:4 (15.), 9:7 (20.), 12:9 (25.)  15:12 HZ,  16:17 (35.), 17:20 (40.), 18:23 (50.), 23:31 (55.)  26:34

Bericht: A. Zschiedrich

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# Mannschaft Spiele Pkt. +/-
1 HCR II 10 20 140
2 HCL 12 20 73
3 Döbeln 11 14 59
4 Weißenborn 11 14 22
5 Schneeberg 11 13 36
6 BSV Zwickau 11 12 6
7 Marienberg 12 12 25
8 SG HVC 11 10 20
9 Plauen-Oberlosa 12 8 -43
10 USV TU DD 11 7 -20
11 Markranstädt II 12 6 -121
12 RSV 12 0 -197


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# Mannschaft Spiele Pkt. +/-
1 Weinböhla 9 16 36
2 KJS 11 16 59
3 Rietschen 12 14 -7
4 Hartha 10 12 21
5 ESV Dresden 11 12 -1
6 SG Zabeltitz 12 12 12
7 HCE III 12 12 -15
8 Niederau 12 11 -18
9 RSV 12 10 -6
10 RHV 11 9 2
11 HSG 12 8 -38
12 TBSV 10 2 -45


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JBLH A-Jugend Gruppe 6

# Mannschaft Spiele Pkt. +/-
1 Leverkusen 4 6 30
2 Rö/Ra 4 6 3
3 PSV Reck. 4 0 -33