VLMO: Radeberger SV – HSG Freiberg II. 31:27 (11:12)

Radeberg gelingt die Bierstadt-Revanche

Die Rückrunde der ersten Männermannschaft des Radeberger SV kann in wenigen Worten zusammengefasst werden: phänomenal gut. Seit der bösen 31:40 Niederlage, die die Männer der Bierstadt am ersten Dezember des vergangenen Jahres gegen KJS Dresden kassiert hatten, wurde der Turbo gezündet, woraufhin in den darauf folgenden 9 Spielen der Rückrunde stolze 7 gewonnen wurden. 15 Punkte aus 18 Möglichen, das geht runter wie Öl!

Diese bombastische Rückrunde brachte Radeberg auch in die sehr angenehme Situation, dass man nicht mehr (wie es noch zum Ende der Hinrunde der Fall war) um den Abstieg kämpfte, sondern dass man sich schon im vorletzten Spiel der Saison den dritten Platz in der Tabelle sichern konnte. Es war aber klar, dass das nicht einfach mal so im Vorbeigehen geschehen würde, denn es kam ein harter Brocken in die BSZ-Halle. Die Reserve der HSG Freiberg hatte den Radeberger Männern im Hinspiel absolut die Grenzen aufgezeigt und am Ende verdient mit 29:24 gewonnen. Starke Gäste aus einer weiteren sächsischen Bierstadt, Revanche und Platz 3 in greifbarer Nähe, es versprach, ein spannender Handballabend zu werden!

Bevor angepfiffen werden konnte, nutzte Kapitän David Fährmann den Moment, um sich bei allen anwesenden Fans und all jenen zu bedanken, die bei jedem Heimspiel und manche sogar bei jedem Auswärtsspiel mit dabei sind und so viel Arbeit und Zeit investieren, um unsere Jungs nach vorne zu pushen. Auch an dieser Stelle einen herzlichen Dank nochmal!

Dann konnte aber endlich angepfiffen werden. Und beide Mannschaften legten los wie die Feuerwehr. Schneller offensivbetonter Vollgas-Handball von beiden Bierstädtern sorgte dafür, dass es nach nicht einmal 5 Minuten 4:4 stand. Danach konnte aber Radeberg etwas von diesem Freiberg-typischen Harakiri Handball (wir erinnern uns an das Spiel von der HSG Freiberg 1 gegen die HSG Werratal aus der Saison 14/15, das 60:46 für Freiberg ausging…) wegtreten und im Angriff ein paar strukturiert ausgespielte Angriffe vortragen. So kamen die Hausherren weiter zu ihren Toren, doch das schnelle Freiberger Umschaltspiel hatte stets eine Antwort parat. Im Gleichschritt marschierten beide Bierstädte bis zur zwanzigsten Minute zum Stand von 10:11. Danach kam aber ein Bruch: Es fielen einfach keine Tore mehr. Das lag einerseits an einfachen Fehlern, die sich auf beiden Seiten einschlichen und andererseits an einer verbesserten Radeberger Abwehr- und Torwartleistung. Im Angriff war jedoch der Wurm drin- zum Ende der ersten Halbzeit gelang es Radeberg über 10 Minuten lang nicht, auch nur ein Tor zu werfen. Der stark aufspielende Klinkert erlöste dann allerdings wenige Sekunden vor Pausenpfiff die Hausherren und beendete die Torflaute. Nichtsdestotrotz ging es zum Stand von 11:12 in die Kabine.

Auch in der zweiten Halbzeit standen sich zwei absolut ebenbürtige Mannschaften gegenüber. Bis zum Stand von 15:15 gelang es in der zweiten Halbzeit keiner Mannschaft, sich auf mehr als ein Tor Abstand abzusetzen. Danach schlug aber die Zeit von Nico „The Shot“ Schott. Durch viel Kampf und auch Cleverness und mehreren guten Beteiligungen des Halbrechten gelang es Radeberg, sich erstmal ein bisschen abzusetzen, sodass es nach 41 Minuten 20:17 stand. Doch die Gäste aus der Universitätsstadt gaben sich keineswegs auf, erzielten 2 Tore in Folge und waren plötzlich wieder dran. Das veranlasste Coach Gnädig, eine Auszeit zu wählen. Offensichtlich hatte er die richtigen Worte getroffen, denn von nun an lief es für die Heimmannschaft rund. Der eingewechselte Torwart Wierick hielt auf Anhieb stark und trieb seine Vorderleute an. Antrieb kam allerdings noch von einer gänzlich unerwarteten Seite. Die Kleinsten in der Halle, nämlich unter anderem die Einlaufkinder, merkten, dass es ohne ihre Unterstützung eine wirklich knappe Kiste werden würde, und riefen den Radeberger Männern neuen Wind in die Segel. Es dauerte nicht lange, da setzten die Trommel-Damen mit ein und schon stand die ganze Halle und machte richtig Radau. Das trieb die Radeberger Jungs massiv nach vorn, welche nun das Spiel in die Hand nahmen. Allein Nico Schott traf in der letzten Viertelstunde 4 mal. Selbst als Freiberg aufgrund des wachsenden Rückstands eine offensivere Abwehrformation wählte (gegen die Radeberg im Hinspiel noch keine Antwort fand), brachte das nichts, weil der halblinke Schulz nie den Überblick verlor und seine Mitspieler gekonnt in Szene setzte. So ging das Spiel letztendlich mit 31:27 aus, was die Bronzemedaille für Radeberg bedeutet! Eine starke Kampfleistung der Gastgeber. Man muss anmerken, dass der Vier-Tore-Vorsprung für diesen Spielverlauf vielleicht ein wenig zu hoch ist, der Sieg ist aber trotzdem verdient. Und nun: Fazit-Zeit!

Positiv:

Platz 3!!! Wer hätte es gedacht? Nach einer verkorksten Hinrunde hat sich das Team gefangen, jeder hat Verantwortung übernommen, die Mannschaft ist zusammengewachsen. Tja, und das ist dann halt das Resultat. Wir wollen nicht verschweigen, dass manche Siege in der Rückrunde sehr glücklich geholt wurden (z.B. 29:28 sowohl gegen Radebeul als auch gegen den ESV), aber es wurden auch mehrere Spiele unglücklich verloren, da gleicht sich vieles wieder aus.

Speziell in diesem Spiel eine ungewöhnliche Cleverness im Angriff und dann (nachdem die ersten 20 Minuten gespielt waren) auch in der Abwehr. Darauf kann man weiter aufbauen!

Die unfassbare Unterstützung der Fans und ganz besonders die der Minis. Es bleibt zu munkeln, was passiert wäre, wenn es von der Seite nicht nochmal einen Push gegeben hätte. Fakt ist, die Begeisterung ist übergeschwappt, man konnte sie spüren und sie hat geholfen. Danke dafür!

Negativ:

Das schnelle Umschaltspiel hat Radeberg wieder vor Probleme gestellt. 6 Tore konnten die Gäste in weniger als 15 Sekunden nach Radeberger Torerfolg erzielen. Wenn das nicht passiert, geht das Spiel 31:21 aus und man kommt nicht in Bedrängnis.

Durch die Torflaute zum Ende der ersten Halbzeit ist Radeberg ziemlich ins Schwimmen gekommen.

Es gibt noch viel, was man weiterhin festhalten kann und sollte. Das wird allerdings in den nächsten Trainingseinheiten innerhalb der Mannschaft und mit dem Trainerteam besprochen. Jetzt ist erstmal Zeit, den sich hart erkämpften dritten Platz zu genießen und in zwei Wochen noch ein letztes Mal richtig Gas zu geben. Da geht es dann im letzten Spiel der Saison zum Zweitplatzierten des Kinder- und Jugendsportclubs um Altmeister Martin Hrib nach Dresden. Wer sich an den Anfang des Berichts erinnert, der weiß auch, dass die Männer der Bierstadt auch dort noch einmal Wiedergutmachung fürs Hinspiel leisten wollen, um dann mit erhobenen Köpfen und ruhigem Gewissen in die spielfreie Zeit gehen zu können.

Bis dahin!

Bericht: J. Wagner

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Keine Spiele gefunden!
# Mannschaft Spiele Pkt. +/-
1 HCR II 22 42 261
2 HCL 22 34 167
3 Döbeln 22 30 112
4 Weißenborn 22 30 72
5 Marienberg 22 26 116
6 BSV Zwickau 22 25 19
7 SG HVC 22 24 30
8 Schneeberg 22 21 43
9 Plauen-Oberlosa 22 14 -71
10 USV TU DD 22 10 -95
11 Markranstädt II 22 8 -256
12 RSV 22 0 -398


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# Mannschaft Spiele Pkt. +/-
1 Weinböhla 22 39 107
2 KJS 22 31 94
3 RSV 22 27 35
4 ESV Dresden 22 24 19
5 SG Zabeltitz 22 23 2
6 Hartha 22 21 11
7 HCE III 22 21 -34
8 HSG 22 20 17
9 RHV 22 19 -20
10 Rietschen 22 19 -44
11 Niederau 22 13 -65
12 TBSV 22 7 -122