VLMO: Radeberger SV - HSV Weinböhla 26:24 (15:11)

Weinböhla erlebt ihr grünes Wunder

Am vergangenen Samstag empfingen die Radeberger Männer den Tabellenführer aus Weinböhla. Diese hatten aus den ersten 18 Partien nur ein Spiel verloren und brauchten nur noch einen Sieg um die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg zu feiern.

Um die Meisterfeier in der eigenen Halle zu verhindern, mussten die Radeberger Männer gewinnen und konnten mit den verbundenen zwei Punkten auch rechnerisch die Klasse halten. Die Partien der letzten Jahre waren immer knapp und oftmals entschieden Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage. Trainer Gnädig konnte endlich wieder auf den kompletten Kader zurückgreifen, sah sich jedoch auf Grund der starken Leistungen der letzten Wochen nicht genötigt viel zu wechseln.

Motiviert und in Ballbesitz begannen die Radeberger mit jeder Menge Selbstvertrauen. Man verbuchte gleich die ersten drei Treffer der Partie und im Tor hielt Wierick die erste Halbzeit, wie der besagte Wein, der im Alter immer besser wird. Bei den Gästen merkte man anfänglich die Nervösität, welche sich erst nach einigen Minuten legte. So stand es nach 10 Minuten folgerichtig 5:5. Danach schafften es die Gastgeber sich einen kleinen Vorsprung herauszuwerfen. Wenn man seine Angriffe konsequent durchspielte, fand man immer eine passende Lücke oder spielte die starken Außen frei. Weinböhla kam oftmals durch die individuelle Klasse des Rückraums zum Torerfolg. Ab der 20. Minute schafften es die Radeberger noch eine Schippe drauf zu legen und konnten sich vom 11:10, auf 15:11 absetzen.

Mit einer gewissen Euphorie, in dem Wissen eine der besten Halbzeiten der Saison gespielt zu haben, war man gewollt keinen Schritt weniger machen zu wollen. Man war sich sicher, dass die Messe noch nicht gelesen war.

Gästetrainer Kovar muss seinen Männern die richtigen (lauten) Worte mitgegeben haben. Mit einer taktischen Umstellung der Abwehr, erwischte er die Gastgeber auf dem komplett falschen Fuß. Der HSV erzielte zwei schnelle Treffer und Radeberg kassierte in den ersten 10 Minuten nach der Halbzeit drei, teilweise Unnötige Zeitstrafen. Nach 35 Minuten reichte es Trainer Gnädig, denn der Vorsprung war auf ein Tor geschmolzen, jedoch wurde es nach der Auszeit nicht besser. Nun schaffte man es sich besser zu bewegen, jedoch zu allem Übel kam noch hinzu, dass der starke Gästetorwart Suchy seinen dritten 7-Meter hielt. Außerdem schien sich Toptorschütze Fric auch einiges vorgenommen zu haben. Einige interessierte Beobachter sahen die Radeberger schon auf die Verliererstraße abbiegen. Erst nach einer zehnminütigen Durstrecke, war es Rückraumspieler Schott, welcher zum 17:18 in der 43. Minute verkürzte. Es entwickelte sich eine umkämpfte, harte Partie, mit einer spannenden Schlussviertelstunde. Beim Stand von 21:20 ging Radeberg erstmals wieder in Führung. In dieser Phase half es dem Heimteam, dass man oftmals in Überzahl agierte, da die Gäste nun härter zu Werke gingen. So konnte man auch aufgrund einer Roten Karte für Grießbach und einer Gelben an die Bank auch den entscheidenden Angriff lange ausspielen und traf zum vorentscheidenden 26:23, 60 Sekunden vor Ende. Weinböhla schaffte nur noch einen Treffer zu erzielen und Radeberg spielte die letzten 50 Sekunden gekonnte runter.

Nach dem Abpfiff war die Freude ausgelassen und man machte einen großen Schritt, um die Saison auf einem oberen Tabellenplatz abzuschließen. Einen riesen Dank galt den Zuschauern, welche uns sensationell unterstützt haben.

Glückwunsch an Weinböhla, welche sicherlich noch einen Sieg aus den letzten drei Partien holen werden und den Aufstieg völlig verdient haben. Über die komplette Saison waren sie die stärkste und konstanteste Mannschaft der Liga.

Fazit:

Positiv:

- Noch in der Hinrunde wäre man, nach so einem katastrophalen Start in die zweite Halbzeit zusammen gebrochen. Nun ist die Mannschaft stärker zusammengewachsen und hat bewiesen, dass sie Moral hat.

- Die Fans!

- Die Ausgeglichenheit im Kader, man ist von allen Positionen torgefährlich.

- „Katze“ Falko Wierick

- Durch den Sieg verhinderte man die Feier der Gäste, und der damit verbundenen Reinigung des Spielfeldes, welche durch den Konsum alkoholische Getränke nötig gewesen wäre.

Negativ:

- Die ersten 10 Minuten nach der Halbzeit, waren Handball zum abgewöhnen. In dieser Phase war auch keine Disziplin im Angriff vorhanden.

Für den RSV spielten: Wierick, Wagner (beide Tor), Richter (1), Sieberth (1), Schulz (2), Röseler (1), Gerstenhauer (1), Wolff, Klinkert (6), Fährmann (2), Stein (5), Herrmann, Schott (7), Kempe

Bericht: D. B. Stein

 
 

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Keine Spiele gefunden!
# Mannschaft Spiele Pkt. +/-
1 HCR II 22 42 261
2 HCL 22 34 167
3 Döbeln 22 30 112
4 Weißenborn 22 30 72
5 Marienberg 22 26 116
6 BSV Zwickau 22 25 19
7 SG HVC 22 24 30
8 Schneeberg 22 21 43
9 Plauen-Oberlosa 22 14 -71
10 USV TU DD 22 10 -95
11 Markranstädt II 22 8 -256
12 RSV 22 0 -398


Keine Spiele gefunden!
# Mannschaft Spiele Pkt. +/-
1 Weinböhla 22 39 107
2 KJS 22 31 94
3 RSV 22 27 35
4 ESV Dresden 22 24 19
5 SG Zabeltitz 22 23 2
6 Hartha 22 21 11
7 HCE III 22 21 -34
8 HSG 22 20 17
9 RHV 22 19 -20
10 Rietschen 22 19 -44
11 Niederau 22 13 -65
12 TBSV 22 7 -122