VLMO: Radeberger SV - Radebeuler HV 20:21 (10:11)

Radeberger Talfahrt hält an

 

Nachdem sich bei den Männern des Radeberger SV durch die Niederlagen in ihren letzten drei Punktspielen eine gewisse Ernüchterung nach dem sehr gelungenen Saisonbeginn eingestellt hatte, galt es nun, wieder in die richtige Spur zu finden. Was gäbe es da also für bessere Voraussetzungen als ein Heimspiel gegen die Tabellennachbarn aus Radebeul?

 

Radeberg verpasste hierbei leider etwas den Start, obwohl Paul Sieberth das erste Tor der Partie zum 1:0 erzielen konnte. Um die Spannung mal von vorneherein herauszunehmen: es sollte das letzte mal sein, dass die Männer der Bierstadt in Führung lagen. Denn Radebeul fand direkt gut ins Spiel, konnte die zaghaft agierende Radeberger Abwehr überwinden und selbst Tore erzielen. Tatsächlich konnten die Gäste die erste Viertelstunde des Spiels nahezu vollständig dominieren und schafften es so, sich zum 3:8 abzusetzen. Nach einer getätigten Auszeit von Trainer Mathias Gnädig konnte sich die Heimmannschaft allerdings wieder fangen, was insbesondere an der veränderten, und nun stabiler agierenden, Abwehrformation lag. Tatsächlich gehörte die zweite Hälfte der ersten Halbzeit ausschließlich Radeberg und so schaffte man es, mit viel Biss auf 10:10 aufzuschließen. Trotzdem gehörte das letzte Tor der ersten Halbzeit den Gästen, sodass es beim Spielstand von 10:11 zum Pausentee in die Kabine ging.

 

Nach Anpfiff der zweiten Halbzeit begann die zweite Halbzeit jedoch genau so, wie die Erste begonnen hatte. Radeberg begann fahrig, konnte in der Abwehr nicht für die nötige Sicherheit sorgen und im Angriff seine Chancen nicht nutzen. So lud man Radebeul zu leichten Toren ein. Die Gäste hingegen nahmen die Geschenke an und konnten so, ohne großen Aufwand betreiben zu müssen, auf 11:15 stellen, während sich Radeberg im Angriff aufrieb und jedes Tor hart erkämpfen musste. Nachdem Trainer Gnädig seine zweite Auszeit genommen hatte, fing sich das Team allerdings erneut. Die Abwehr- und Torhüterleistung verbesserte sich und Radebeul wurde das Leben schwer gemacht. Speziell Abwehrchef Christopher Kempe konnte sich auszeichnen und in dieser Phase des Spiels die Mitte nahezu hermetisch abriegeln. Trotzdem blieben die Probleme im Angriff, denn die Männer der Bierstadt scheiterten in diesem Spiel an der Chancenverwertung, am gut aufgelegten Gästekeeper und letztlich an sich selbst. Einzige Ausnahme des Radeberger Offensivproblems stellte Paul Sieberth dar, der ein sehr gutes Spiel machte und sich gleich 8 mal ins Protokoll eintragen konnte, ohne einen einzigen Siebenmeter geworfen zu haben! Und wenn er nicht selbst traf, so konnte er doch mit seiner Wucht den Radebeuler Angriffsriegel sprengen und seine Mitspieler in Szene setzen.

 

Es half jedoch alles nichts, Radebeul schaffte es stets einen Vorsprung zu behalten und machte das Spiel gezielt langsam um Zeit von der Uhr zu nehmen. In der Hitze des Gefechts schadete Radeberg sich noch selbst und scheiterte womöglich letztlich an der eigenen Emotionalität. Strittige Schiedsrichterentscheidungen führten zu Meckern, führte zu Zwei-Minuten Strafen, führte zu einer löchrigen Abwehr und einem zahnlosen Angriff. Es fehlte wahrlich nicht an Biss oder Leidenschaft, nur hatten die Gäste in Puncto Cleverness und Abgezocktheit die Nase vorn, was ihnen auch schließlich zum 20:21 Sieg reichte.

 

Radeberg verliert somit das vierte Spiel in Serie. Trotzdem ging der Schritt in die richtige Richtung. Die Abwehr stand sehr stabil, 21 Gegentore sind durchaus ein gutes Zeichen. Die 20 geworfenen Tore allerdings sind zu wenig und untypisch für die traditionell angriffsstarke Radeberger Mannschaft. Nichtsdestotrotz lässt sich auf dieser Leistung aufbauen. Und die nächste Chance, den Karren aus dem Dreck zu ziehen, kommt schon nächste Woche. Am 3.11. findet nämlich das nächste Heimspiel statt, diesmal geht es gegen die Männer von der SG Kurort Hartha.

 

Es spielten:

Rathmann, Wagner (beide Tor), Richter (3), Sieberth (8), Schulz (1), Fritsche (1), Röseler (1), Gerstenhauer, Klinkert (2), Fährmann, Stein (4/1), Kempe

 

Bericht: J. Wagner

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Döbeln

# Mannschaft Spiele Pkt. +/-
1 HCR II 9 18 130
2 HCL 9 14 52
3 Döbeln 8 10 51
4 Schneeberg 8 10 21
5 Weißenborn 9 10 15
6 BSV Zwickau 9 10 -2
7 SG HVC 8 9 25
8 Marienberg 9 8 16
9 Plauen-Oberlosa 9 6 -37
10 Markranstädt II 8 4 -101
11 USV TU DD 8 3 -21
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29:27 TBSV Neugersdorf VLMO
TBSV

# Mannschaft Spiele Pkt. +/-
1 Weinböhla 7 12 29
2 ESV Dresden 8 12 9
3 KJS 9 12 47
4 SG Zabeltitz 9 10 21
5 Rietschen 9 10 -7
6 HCE III 9 10 -17
7 Hartha 8 8 14
8 RSV 9 8 -3
9 RHV 8 7 2
10 Niederau 9 7 -14
11 HSG 9 6 -33
12 TBSV 8 0 -48


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# Mannschaft Spiele Pkt. +/-
1 Leverkusen 3 6 32
2 Rö/Ra 2 2 -1
3 PSV Reck. 3 0 -31