OLF: HC Rödertal II – Team Seb 28:29 (16:17)

Bitteres Ende … 

Selten hat ein Abstiegskampf für eine Mannschaft so eine geringe Bedeutung gehabt wie am vergangenen Wochenende für die Radeberger Damen um Sebastian Hartmann.

Dabei war der Ausgang des Spiels keinesfalls egal, man wollte unbedingt die Rödertalbienen II besiegen und zeigen, dass es auch nichts nützt, den Kader mit Bundesligaspielerinnen aufzustocken, wenn man gegen eine Mannschaft antritt, die in dieser Saison mehr zusammengewachsen ist denn je, die mit Leidenschaft kämpft, die ein TEAM ist. Eine Mannschaft, die mit einer gehörigen Mischung aus Enttäuschung, Wut und Trauer am vergangenen Samstag den kurzen Weg ins benachbarte Großröhrsdorf angetreten ist.

Bereits in der Kabine und zur Erwärmung kochten die Emotionen hoch. Doch was von den Gegnerinnen zur Begrüßung als mögliche Schwäche wahrgenommen wurde, konnte auf dem Feld in sehr viel mannschaftliche Energie umgemünzt werden. Diese nutzten die Hartmann-Schützlinge, um sich Tor für Tor gegen die Bundesliga-„Reserve“ des HCR zur Wehr zu setzen. Selbst ein Vier-Tore-Rückstand in der 20. Minute konnte diesen enormen Kampfgeist nicht brechen und so ging es mit einem Treffer Vorsprung in die Kabine.

Auch hier wurde wieder deutlich, welch geringen Stellenwert die handballerische Leistung an diesem Tag hatte, an dem es um so viel mehr ging. Entsprechend kurz fiel die Ansage des Trainers aus, was in Deckung und Angriff verbessert werden musste, um am Ende siegreich das Feld zu verlassen. Viele Zuschauer waren in die Halle gekommen – nur bedingt wissend, dass es nicht nur um einen Sieg, nicht nur um einen möglichen Klassenerhalt, sondern vor allem um Team Seb ging. Und so wurde allen Unterstützern des Radeberger Frauenteams eine unglaubliche zweite Halbzeit geboten.

Es wurde geschrien, gejubelt, die Fäuste gen Himmel gehoben, jede gute Aktion gefeiert – auf dem Feld und auf der Bank, von der für jedes einzelne Tor aufgesprungen wurde. In diesem Rausch aus Willen und Leidenschaft führten die Damen aus der Bierstadt knapp zehn Minuten vor Abpfiff mit drei Treffern. Auch Ende der 56. Minute lagen die Hartmann-Akteurinnen noch 26:29 vorn. Mit der letzten Auszeit hatte man 1:46 Zeit zu zeigen, dass man – anders als RiO in der Vorwoche – ein Unentschieden oder gar eine Niederlage verhindern kann. So wurde es auch gemacht und mit dieser Leistung an gewisse Adressen der symbolische medius  gerichtet.

Mit dem Abpfiff wurde das gesamte Team Seb von Emotionen übermannt. Die letzten Jahre unter diesem Trainer, mit unglaublichen Erfolgen und allen Widrigkeiten zum Trotz, waren der Hammer und unabhängig davon, ob eine Spielerin seit mehr als zehn Jahren oder nur einige Monate zum Frauenteam gehörte, das bittere Gefühl eines äußerst unschönen Endes teilten alle gleichermaßen.

„Ich glaube, das heutige Spiel war eines der besten der letzten Jahre und zugleich das bitterste. Dass unterm Strich mit 17 Punkten - die uns niemand zu Beginn zugetraut hat - der sportliche Abstieg feststeht, spielt glaube ich keine Rolle. Man konnte sehr gut erkennen, was Leidenschaft, unbedingter Wille und vor allem Teamgeist gegen individuelle Klasse erreichen können. Eigenschaften, die meine Mannschaft in den letzten Jahren ausgezeichnet haben. Umso trauriger ist das Ende...“, äußerte sich Sebastian Hartmann zum Spiel.

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Fans, die dieses Spiel zu einem Heimspiel für uns gemacht und uns aufrichtig und lautstark unterstützt haben!

Danke, Team Seb!!!

RSV spielte mit: C. Richter, S. Schulz (beide im Tor), I. Wolff (6), L. Zöge (1), M. Lösche, C. Nauendorf (1), D. Zerbst (7), L. Lösche (2), L. Tauchmann (3), S. May (2/2), J. Lindner, F. Brüning (2), V. Maluschke (2/2), J. Eckart (3)

Zeitstrafen: RSV - 3; HCR II – 3

7m: RSV – 5/4; HCR II – 5/4

Bericht: S. May

 

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